____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
TGV
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
TGV (Akronym von französisch âHochgeschwindigkeitszugâ) ist die Bezeichnung fĂŒr verschiedene Baureihen von ZĂŒgen des Herstellers Alstom, die fĂŒr den Hochgeschwindigkeitsverkehr der französischen Staatsbahn SNCF eingesetzt werden. Die Wortmarke TGVcite-ref-1[1] wurde von der SNCF bis 2017 auch als Zuggattung gebraucht. Um die ZĂŒge und den Service zu unterscheiden, werden Verbindungen mit dem TGV seither unter der Marke «inOui» âunerhörtâ, âbeispiellosâ, vermarktet; daneben werden Leistungen mit TGV-ZĂŒgen durch die SNCF unter der niederpreisigen Marke Ouigo angeboten. Verschiedene Baureihen des TGV und GeschwisterzĂŒge von Thalys und Eurostar International verkehren in Frankreich und dessen NachbarlĂ€ndern sowie den Niederlanden und GroĂbritannien. Auf dem TGV basierende ZĂŒge verkehren in SĂŒdkorea (KTX) und Spanien (Renfe-Baureihe 100, siehe unten).
TGV-ZĂŒge stellten mehrmals Geschwindigkeitsweltrekorde auf. Die Höchstgeschwindigkeit im Regelbetrieb betrĂ€gt, je nach Strecke und Baureihe, bis zu 320 km/h. Geschwindigkeiten dieser GröĂenordnung lassen sich in aller Regel nur auf eigens dafĂŒr errichteten Schnellfahrstrecken erreichen. Die GesamtlĂ€nge dieser lignes Ă grande vitesse (LGV) betrĂ€gt rund 2734 Kilometer. Die erste wurde 1981 zwischen Paris und Lyon eröffnet und erwies sich umgehend als groĂer kommerzieller Erfolg. Zwischen den angebundenen StĂ€dten haben die Reisen per TGV aufgrund der Zeitersparnis die Flugreisen weitgehend verdrĂ€ngt.
Contents
âą Geschichte
âą Vorgeschichte
âą Streckennetz
⹠Bahnhöfe
âą Signalsystem
âą Fahrzeuge
âą Allgemein
âą Generationen
âą TGV-Varianten
⹠ZwischenfÀlle
âą Neubaustrecken
âą Altstrecken
âą Trivia
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
| Jahr | Passagiere (Mio.) [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ] |
|---|---|
| 1981 | 1,26 |
| 1982 | 6,08 |
| 1983 | 9,20 |
| 1984 | 13,77 |
| 1985 | 15,38 |
| 1986 | 15,57 |
| 1987 | 16,97 |
| 1988 | 18,10 |
| 1989 | 19,16 |
| 1990 | 29,93 |
| 1991 | 37,00 |
| 1992 | 39,30 |
| 1993 | 40,12 |
| 1994 * | 43,91 |
| 1995 | 46,59 |
| 1996 | 55,73 |
| 1997 ** | 62,60 |
| 1998 | 71,00 |
| 1999 | 74,00 |
| 2000 | 79,70 |
| 2001 | 83,50 |
| 2002 | 87,90 |
| 2003 | 86,70 |
| 2004 | 90,80 |
| 2005 | 94,00 |
| 2007 | 100,00 |
| 2013 | 125,00 |
| 2016 | 100,00 |
| 2017 | 110,00 |
| * ab 1994 einschlieĂlich Eurostar ** ab 1997 einschlieĂlich Thalys | * ab 1994 einschlieĂlich Eurostar ** ab 1997 einschlieĂlich Thalys |
Vorgeschichte
Schon frĂŒh galt Frankreich als das Land der schnellen ZĂŒge.cite-ref-5[5] 1955 stellte die SNCF anlĂ€sslich von Versuchsfahrten in SĂŒdwestfrankreich den Geschwindigkeits-Weltrekord von 331 km/h fĂŒr Schienenfahrzeuge auf. Ab 1967 wurde im kommerziellen Betrieb die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h eingefĂŒhrt, zunĂ€chst zwischen Paris und Toulouse (Le Capitole) und wenig spĂ€ter auch zwischen Paris und Bordeaux (âLâAquitaineâ und âLâEtendardâ). Auf letzterer Verbindung wurden Reisegeschwindigkeiten bis 145 km/h erreicht, was fĂŒr konventionelle Strecken wiederum Weltrekord bedeutete. Eine weitere Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 220 km/h wurde fĂŒr die Schnellfahrabschnitte der Strecke nach Toulouse ins Auge gefasst. Damit schienen die mit konventionellen ZĂŒgen und Strecken gegebenen Möglichkeiten ausgeschöpft.
Ab Ende der 1950er-Jahre konkretisierte sich, neben anderen technischen Prestigeprojekten, die Entwicklung verschiedener Schnellverkehrssysteme auf der Basis neuer, zumeist berĂŒhrungsfreier Fortbewegungstechniken. In Frankreich stand dabei bis 1974 die Luftkissenbahn AĂ©rotrain im Vordergrund. Parallel dazu befasste sich die staatliche Bahngesellschaft SNCF mit der Konzeption eines Schnellverkehrs auf konventionellen Stahlschienen, aber mit teilweise neu zu erstellenden Strecken und neuartigen Fahrzeugen.
Dabei war ursprĂŒnglich vorgesehen, dass diese âTGVâ-ZĂŒge â damals stand die AbkĂŒrzung fĂŒr trĂšs grande vitesse âsehr hohe Geschwindigkeitâ, bzw. turbine grande vitesse âHochgeschwindigkeitsturbineâ â mit Gasturbinen ausgerĂŒstet werden sollten. Grund dafĂŒr war einerseits, dass die Strecke so kostengĂŒnstig wie möglich konzipiert werden sollte, und andererseits, dass die Machbarkeit einer zuverlĂ€ssigen Energiezufuhr ĂŒber die Fahrleitung und Stromabnehmern bei Geschwindigkeiten von ĂŒber 200 km/h damals nicht gesichert war. Gasturbinen versprachen bei relativ geringer GröĂe ein gĂŒnstiges Leistungsgewicht und die Aufrechterhaltung einer groĂen Leistung ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg. Die Technologie wurde im Versuchsfahrzeug TGS (Turbine Ă Gaz SpĂ©ciale) zur Einsatzreife entwickelt und in den Triebzugbaureihen ETG (ElĂ©ment Ă Turbine Ă Gaz) und RTG (Rame Ă Turbine Ă Gaz) den Belastungen des Alltagsbetriebs ausgesetzt. Ăhnlich wie etwa die französische Nukleartechnik, das Gezeitenkraftwerk von Saint-Malo, die Concorde oder das Passagierschiff âFranceâ wurde auch der Gasturbinentechnik eine hohe symbolische Bedeutung als AushĂ€ngeschild französischer Ingenieurskunst beigemessen.
Der ab 1972 getestete erste TGV-Prototyp TGV 001 war als Gasturbinenzug konzipiert.cite-ref-etr-1988-88-6-0[6] Das Ă€uĂere Erscheinungsbild (einschlieĂlich der markanten Zugnase) wurde, wie auch die Inneneinrichtung, von dem Designer Jacques Cooper entworfen. Cooper hatte kurz zuvor fĂŒr den örtlichen Karosseriebauer Heuliez einen eigenstĂ€ndigen Entwurf des Porsche 914 entworfen. Dieser sog. Porsche 914/6 MurĂšne wurde nie in Serie gefertigt. Der Entwurf des Fahrzeugs enthielt aber verschiedene Gestaltungsideen, die dann im TGV umgesetzt wurden. Hierzu zĂ€hlen die Nase des Triebkopfes, die Farbgebung, die Integration der Scheinwerfer in die Schnauze und die Stellung der Frontscheibe mit ihrem Neigungswinkel.cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]
Die SNCF testete mit diesem Zug in 5227 Versuchsfahrten die neuen Bremsen, die nötig waren, um die hohe kinetische Energie im Hochgeschwindigkeitsbereich abbauen zu können, aber auch Aspekte des Luftwiderstandes und des Signalsystems. Weiterhin wurde deutlich, dass sich mit (zwischen zwei Wagen platzierten) Jakobs-Drehgestellen eine bessere Laufruhe ergibt als mit klassischen Drehgestellen an den beiden Wagenenden.
Bedingt durch die Ălkrise von 1973 erschien der Gasturbinenantrieb allerdings nicht mehr als zukunftstrĂ€chtige Lösung, zumal die elektrische Traktion durch den Bau zahlreicher Kernkraftwerke ihrerseits billiger geworden war. Relativ kurzfristig wurde 1974 das elektrische Versuchsfahrzeug ZĂ©bulon hergerichtet, mit dessen Hilfe eine befriedigende Lösung des Stromabnahmeproblems erarbeitet werden konnte.
1974 gab PrĂ€sident Georges Pompidou grĂŒnes Licht fĂŒr die Umsetzung des TGV-Konzepts, und Premierminister Pierre Messmer verfĂŒgte die Bereitstellung der nötigen Geldmittel fĂŒr den Bau einer ersten TGV-Strecke zwischen Paris und Lyon, die die Bezeichnung LN1 â Ligne Nouvelle 1 (neue Linie 1) erhielt (heute heiĂt sie LGV Sud-Est). Bereits im Dezember 1976 begann bei Ăcuisses im DĂ©partement SaĂŽne-et-Loire der Bau dieser nur fĂŒr die TGV entworfenen Hochgeschwindigkeitsstrecke. 1978 konnten die ersten zwei VorserienzĂŒge in Dienst gestellt und getestet werden.cite-ref-etr-1988-88-6-1[6] Nach weiteren Modifikationen wurde die erste Serieneinheit am 25. April 1980 ausgeliefert.
Betriebsaufnahme 1981
Am 22. September 1981 eröffnete StaatsprĂ€sident François Mitterrand das erste TeilstĂŒck der neuen Strecke, mit dem Fahrplanwechsel vom 27. Februar 1982 wurde sodann der kommerzielle Betrieb aufgenommen. Der ursprĂŒngliche Kundenbereich war im GeschĂ€ftsreiseverkehr vermutet worden. Der TGV etablierte sich aber bald auch bei einem breiteren Publikum.
Im ersten Betriebsjahr gab es an Werktagen dreizehn Verbindungen im Stundentakt, an Sonntagen acht. Nach der vollstĂ€ndigen Eröffnung der Strecke konnte die Fahrzeit zwischen Paris und Lyon auf zwei Stunden reduziert werden. Damit waren die TGV fast doppelt so schnell wie der schnellste bisher verkehrende lokomotivbespannte Zug, der berĂŒhmte Trans-Europ-Express (TEE) Mistral, der drei Stunden und 55 Minuten benötigte. Einen groĂen Anteil an dieser FahrzeitverkĂŒrzung hatte auch die Reduzierung der StreckenlĂ€nge zwischen Paris und Lyon von 512 auf 429 Kilometer. Mit der VerkĂŒrzung der Reisezeiten stiegen auch die Fahrgastzahlen, diese Tendenz hat sich bis heute fortgesetzt. In den ersten fĂŒnf Betriebsjahren wurden 60 Millionen Passagiere zwischen 37 StĂ€dten befördert, bei einem durchschnittlichen Marktanteil auf den entsprechenden Relationen von 57 Prozent.cite-ref-etr-1987-3-118-11-0[11] Analog zum VorgĂ€nger TEE hatte anfĂ€nglich auch jedes TGV-Zugpaar einen individuellen Namen, zudem fĂŒhrten einzelne Garnituren nur die erste Wagenklasse.
BeflĂŒgelt durch den groĂen Erfolg der ersten Schnellfahrstrecke und die Aufbruchstimmung der beginnenden Ăra Mitterrand, beschloss dessen Regierung in kurzer Zeit die Realisierung weiterer Projekte, die zwischen 1989 und 1994 in Betrieb genommen wurden:
âą LGV Nord-Europe (LN3) zur belgischen Grenze und nach Calais, mit Anschluss an den von einem privaten Unternehmen erstellten Eurotunnel, seit 1993 in Betrieb
⹠LGV RhÎne-Alpes (LN4) östlich an Lyon vorbei nach Valence, seit 1994 in Betrieb
âą LGV Interconnexion Est als Ostumfahrung von Paris zur VerknĂŒpfung zwischen LN1 und LN3, seit 1994 in Betrieb
Weitere Entwicklung
SpĂ€ter folgten in etwas gröĂeren ZeitabstĂ€nden die LGV MĂ©diterranĂ©e bis Marseille im Jahr 2001 und die LGV Est europĂ©enne Richtung StraĂburg im Jahr 2007. Auf den Relationen ParisâMarseille und ParisâLondon kommt der TGV auf einen Marktanteil von rund 70 Prozent.cite-ref-welt-2007-04-22-12-0[12] Mit der Inbetriebnahme der LGV Bretagne-Pays de la Loire und LGV Sud Europe Atlantique im Jahr 2017 konnten die Fahrzeiten entlang der AtlantikkĂŒste weiter verkĂŒrzt und das Angebot weiter ausgebaut werden.
Im Februar 1990 rief Bombardier das Projekt TGV Canada ins Leben. Aufbauend auf Ergebnissen einer Vorstudie sollte ein Einsatz des TGV in Kanada, zwischen Quebec City und Windsor, aufgezeigt werden. Auf einer zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke sollten dabei wenigstens 300 km/h erreicht werden. Laut Herstellerangaben wurden TGV-Projekte zu dieser Zeit unter anderem auch in Australien (MelbourneâSydney), der UdSSR (MoskauâLeningrad), Brasilien (Rio de JaneiroâSĂŁo Paulo) und den Vereinigten Staaten (DallasâHoustonâSan Antonio) erwogen.cite-ref-tgv-canada-13-0[13] Versuche von GEC-Alsthom und Siemens in der zweiten HĂ€lfte der 1990er-Jahre, Mischungen von ICE- und TGV-Komponenten im Rahmen des Joint Ventures Eurotrain in Taiwan und der Volksrepublik China zu vermarkten, scheiterten.
Ab 28. Mai 2000 verkehrten erstmals TGV-ZĂŒge planmĂ€Ăig auf nichtelektrifizierten Strecken. Zwei Zugpaare verkehrten tĂ€glich auf der 112 Kilometer langen Strecke von Nantes nach Les Sables-dâOlonne. Auf diesem Abschnitt wurden den TriebzĂŒgen Diesellokomotiven vorgespannt.cite-ref-eri-2000-350-14-0[14] Wegen hoher Betriebskosten wurde der Verkehr im Dezember 2004 eingestellt.cite-ref-15[15] Im September 2003 feierten die SNCF den milliardsten Passagier auf dem TGV-, Thalys- und Eurostar-Netz.cite-ref-eri-2004-26-16-0[16]
Ab Anfang 2004 wurde unter der Bezeichnung Clic TGV mit 15 TriebzĂŒgen ein Internetzugang zwischen Paris, Bordeaux und Pau erprobt.cite-ref-eri-2004-127-17-0[17]
Streckennetz
Das Streckennetz des TGV umfasst rund 7000 Kilometer. Davon sind 2734 Kilometer Neubaustrecken fĂŒr hohe Geschwindigkeiten (Stand: September 2022). Langfristige PlĂ€ne bestehen fĂŒr weitere 1725 km.cite-ref-uic-hgv-lines-18-0[18]
Strecken in Frankreich
â
Hauptartikel
:
âFrankreichâ im Artikel Schnellfahrstrecke
Die französische Staatsbahn SNCF setzt die TGV im regulÀren Hochgeschwindigkeitsverkehr auf zwölf inlÀndischen Lignes à grande vitesse (LGV).
Die zuerst errichtete TGV-Strecke ist die LGV Sud-Est, die Paris mit Lyon verbindet. Die 409 Kilometer lange Strecke beginnt in Combs-la-Ville und endet bei Sathonay-Camp. Die Eröffnung fand auf voller LĂ€nge am 25. September 1983 statt. Bereits am 22. September 1981 war das 273 Kilometer lange sĂŒdliche TeilstĂŒck von Saint-Florentin nach Sathonay-Camp eingeweiht worden. Abgesehen von der Hauptmagistrale ParisâLyonâMittelmeer schafft diese Linie auch Verbindungen nach DijonâDole (und weiter nach Besançon, nach Bern und nach Lausanne (âBrig)), nach Genf, nach Annecy, nach ChambĂ©ryâMont CenisâMailand, nach Grenoble und nach Saint-Ătienne.
Die Eröffnung der LGV Atlantique, die Paris mit dem Westen des Landes verbindet, erfolgte am 24. September 1989. An diesem Tag gingen die 124 Kilometer lange Stammstrecke zwischen dem Bahnhof Paris-Montparnasse und Courtalain sowie die 53 Kilometer lange westliche Zweigstrecke zwischen Courtalain und ConnerrĂ© bei Le Mans in Betrieb. Am 30. September 1990 folgte der 102 Kilometer lange sĂŒdliche Seitenast von Courtalain nach Monts bei Tours.
Die 333 Kilometer lange LGV Nord fĂŒhrt von Paris ĂŒber Lille zum Portal des Eurotunnels bei Calais und stellt die Verbindung nach BrĂŒssel und London her. Das sĂŒdliche TeilstĂŒck zwischen Arnouville und Arras wurde am 23. Mai 1993 eröffnet, das nördliche TeilstĂŒck am 26. September desselben Jahres. Am 14. Dezember 1997 ging dann auch der kurze Abschnitt bis zur belgischen Grenze zusammen mit der HSL 1 in Betrieb.
Lediglich 57 Kilometer lang ist die am 29. Mai 1994 eröffnete LGV Interconnexion Est. Sie umfĂ€hrt den Ballungsraum von Paris im Osten, verbindet die LGV Nord mit der LGV Sud-Est und ermöglicht so umsteigefreie Verbindungen. Die Strecke beginnt in VĂ©mars, erschlieĂt den Flughafen Charles de Gaulle und das Disneyland Paris und endet bei Coubert. Ăber bestehende Strecken wird ĂŒberdies ein Anschluss an die LGV Atlantique beim Bahnhof Massy TGV ermöglicht.
Bei der LGV RhĂŽne-Alpes handelt es sich um die Fortsetzung der LGV Sud-Est, die den Ballungsraum von Lyon östlich umfĂ€hrt. Die 115 Kilometer lange Strecke beginnt in Montanay, erschlieĂt den Flughafen Lyon Saint-ExupĂ©ry und endet bei Valence. Am 13. Dezember 1992 wurde das erste TeilstĂŒck von Montanay nach Saint-Quentin-Fallavier eröffnet, am 3. Juli 1994 folgte die restliche Strecke.
SĂŒdlich von Valence folgt direkt auf die LGV RhĂŽne-Alpes die LGV MĂ©diterranĂ©e. Die am 1. Juni 2001 in Betrieb gegangene Linie ist 250 Kilometer lang. Sie beginnt bei Saint-Marcel-lĂšs-Valence und fĂŒhrt zu einem Verzweigungsdreieck westlich von Avignon. Der westliche Abzweig endet bei Redessan in der NĂ€he von NĂźmes, der sĂŒdliche Abzweig in den AuĂenbezirken von Marseille.
Die 450 Kilometer lange LGV Est europĂ©enne verbindet seit ihrer Eröffnung im Juni 2007 Paris mit dem Osten Frankreichs. Damals ging der 300 Kilometer lange Abschnitt von Vaires-sur-Marne bis Baudrecourt in Betrieb, wĂ€hrend die bauliche Erweiterung der Neubaustrecke bis StraĂburg 2010 begonnen und im Juli 2016 eröffnet wurde.cite-ref-19[19] Weitere TGV-ZĂŒge bedienen Sedan in der Champagne und Saint-DiĂ© in den Vogesen.
Mit der LGV PerpignanâFigueres ging im Dezember 2010 die grenzĂŒberschreitende Neubaustrecke von Le Soler (bei Perpignan) bis zur nordostkatalanischen Stadt Figueres in Betrieb. Von den insgesamt 44,4 km, befinden sich 24,6 km auf französischem Boden. Sie stellt die VerknĂŒpfung des normalspurigen Hochgeschwindigkeitsnetzes Spaniens mit dem normalspurigen Schienennetz Zentraleuropas dar und wird deshalb auch vom GĂŒterverkehr befahren.
Die LGV Rhin-RhĂŽne ist die erste LGV ĂŒberhaupt, die nicht auf Paris ausgerichtet ist. Es ist eine Diagonalverbindung zwischen Ost- und SĂŒdfrankreich, der erste Abschnitt des Ostastes ging im Dezember 2011 in Betrieb. Die Bauarbeiten an der 140 Kilometer langen Strecke zwischen Villers-les-Pots (bei Dijon) und Petit-Croix (bei Belfort) dauerten von Juli 2006 bis zum 8. September 2011. Dies verkĂŒrzt die Fahrzeiten zwischen Paris und dem Elsass oder der Schweiz.
Als Fortsetzung der LGV Atlantique wurden zwei Strecken am 2. Juli 2017 eröffnet: LGV Bretagne-Pays de la Loire und die LGV Sud Europe Atlantique.
Die LGV Bretagne-Pays de la Loire zwischen ConnerrĂ© (bei Le Mans) und Cesson-SĂ©vignĂ© (bei Rennes) stellt die VerlĂ€ngerung nach Westen in die Bretagne dar. Sie weist eine StreckenlĂ€nge von 182 km auf und verkĂŒrzt die Reisezeiten in die Bretagne um bis zu 40 Minuten und in den sĂŒdlichen Teil der Pays de la Loire (Angers, Nantes) um bis zu 15 Minuten. In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, die Altbaustrecke von Rennes nach Brest und Quimper auf eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h zu ertĂŒchtigen, wodurch in Kombination mit dem Einsatz von NeigetechnikzĂŒgen die Fahrzeit zwischen Paris und den zwei genannten StĂ€dten an der AtlantikkĂŒste auf drei Stunden verkĂŒrzt werden könnte.cite-ref-20[20] Eine Besonderheit ist die Nutzung der Neubaustrecke durch RegionalzĂŒge des Typs Z 21500 zwischen Nantes und Rennes mit bis zu 200 km/h.
Die LGV Sud Europe Atlantique zwischen Saint-Avertin (bei Tours) und AmbarĂšs (bei Bordeaux) stellt die VerlĂ€ngerung nach SĂŒden in die Nouvelle-Aquitaine dar. Die 302 km lange Strecke erschlieĂt die StĂ€dte Poitiers und AngoulĂšme direkt ĂŒber Anschlussstrecken und verkĂŒrzt somit die Reisezeit von Paris nach Bordeaux auf ca. 2 Stunden. Auch die weiteren Ziele an der AtlantikkĂŒste profitieren von den FahrzeitverkĂŒrzungen.
Das Contournement de NĂźmes et Montpellier zwischen Manduel, östlich von NĂźmes und Lattes, sĂŒdlich von Montpellier, stellt die westliche VerlĂ€ngerung der LGV MĂ©diterranĂ©e dar. Die 57 km lange Strecke wurde fĂŒr den Mischverkehr (GĂŒter- und Personenverkehr) ausgelegt und wird von den TGV's vorerst mit 220 km/h befahren. Zu einem spĂ€teren Zeitpunkt soll die zulĂ€ssige Höchstgeschwindigkeit auf 300 km/h erhöht werden, die Trassierung ist hierauf bereits ausgelegt. Seit dem 10. Dezember 2017 ist sie fĂŒr GĂŒterzĂŒge freigegeben, die PersonenzĂŒge nutzen diese seit dem 7. Juli 2018.
Strecken auĂerhalb Frankreichs
Im benachbarten Ausland gingen mehrere Schnellfahrstrecken in Betrieb, auf denen TGV-ZĂŒge und die der Gesellschaften Eurostar und Thalys verkehren. Damit entstand ein internationales Schnellverkehrsnetz zwischen Marseille und Paris sowie weiter ĂŒber Lille nach London/BrĂŒsselâKöln, wie es bereits Anfang der 1970er-Jahre â damals unter der Bezeichnung Europolitain â angedacht worden war.cite-ref-db-report-72-83-21-0[21]
Eurostar: GroĂbritannien und Belgien
Die Eurostar-ZĂŒge verbinden seit 1994 das europĂ€ische Festland mit der britischen Hauptstadt London. Als erste Schnellfahrstrecke GroĂbritanniens ist ein 74 Kilometer langer Abschnitt von High Speed 1 seit September 2003 in Betrieb. Dieser beginnt beim Portal des Eurotunnels in der NĂ€he von Folkestone und fĂŒhrt zur Verzweigung Fawkham Junction in der NĂ€he von Gravesend. Die zweite Etappe zum Londoner Bahnhof St Pancras ist 34 Kilometer lang und wurde am 14. November 2007 eröffnet. Die Reisezeit zwischen Paris und London verkĂŒrzte sich auf 2 Stunden 15 Minuten, von London nach BrĂŒssel auf 1 Stunde 51 Minuten. Der belgische Teil der Verbindung ParisâBrĂŒssel trĂ€gt die Bezeichnung HSL 1. Sie schlieĂt an der französischen Grenze sĂŒdlich von Lille (bei Wannehain) an die LGV Nord an und endet sĂŒdwestlich der EU-Metropole in Halle. Die 71 Kilometer lange Strecke wurde am 14. Dezember 1997 eröffnet, gleichzeitig mit dem 13 km langen Abschnitt in Frankreich.
Eurostar: Belgien, Niederlande und Deutschland (vormals Thalys)
Als Fortsetzung Richtung Deutschland wurden die Neubauprojekte HSL 2 und HSL 3 entworfen. Die 63 Kilometer lange HSL 2 LöwenâBierset wurde 2004 eröffnet. Zwischen BrĂŒssel und Löwen verkehren die ZĂŒge ĂŒber die Neubaustrecke 36/36N. Ăstlich von LĂŒttich wurde die bestehende Bahnstrecke LĂŒttichâAachen in den Endabschnitten (14 Kilometer) ausgebaut und im 42 Kilometer langen Mittelabschnitt durch die 2007 baulich fertiggestellte HSL 3 abgelöst. Da letztere ausschlieĂlich mit der Zugbeeinflussung (Level 2) ausgestattet wurde, verzögerte sich deren Inbetriebnahme bis ins Jahr 2009. Vor Aachen wurde der Buschtunnel um eine zweite, eingleisige Tunnelröhre erweitert. Nach deren Inbetriebnahme sanierte man den alten, noch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden Tunnel. Der ursprĂŒnglich zweigleisige Tunnel wurde nach abgeschlossener Sanierung nur noch eingleisig wieder in Betrieb genommen. Die Strecke zwischen Aachen und Köln wurde zu einem gröĂeren Teil ausgebaut, im Aachener Raum ist der Ausbau (Stand:2022) allerdings noch nicht abgeschlossen. Eingesetzt werden Thalys-ZĂŒge bis nach Dortmund sowie die deutschen ICE 3 ĂŒber die Schnellfahrstrecke KölnâRhein/Main bis nach Frankfurt am Main.
TGV POS: Luxemburg, Deutschland
Seit dem 9. Juni 2007 verkehrt der TGV auf der transeuropĂ€ischen Schienenschnellverbindung ParisâOstfrankreichâSĂŒdwestdeutschland (POS) zwischen Paris und Luxemburg via Metz mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Am nachfolgenden Tag wurde die Strecke ParisâStuttgart ĂŒber StraĂburg und Karlsruhe eingeweiht. Die Reisezeit zwischen Stuttgart und Paris verkĂŒrzte sich dadurch auf 3 Stunden und 39 Minuten. Ab dem 9. Dezember 2007 wurde die Verbindung von Stuttgart einmal tĂ€glich ĂŒber Ulm und Augsburg nach MĂŒnchen verlĂ€ngert. Seit dem 24. November 2010 wurde an der zweiten Phase der LGV Est europĂ©enne zwischen Baudrecourt und Vendenheim bei StraĂburg gebaut.cite-ref-22[22] Die Strecke ging am 3. Juli 2016 in Betrieb. Auf der Strecke ParisâSaarbrĂŒckenâFrankfurt am Main verkehren je Richtung zweimal tĂ€glich TGV-ZĂŒge neben mehreren ICE-ZĂŒgen. Seit MĂ€rz 2012 verkehrt einmal am Tag ein durchgehender TGV von Frankfurt am Main nach Marseille und in die Gegenrichtung ĂŒber die LGV Rhin-RhĂŽne, LGV RhĂŽne-Alpes und LGV MĂ©diteranĂ©e.
Vom 26. August 2013 bis zum 8. Dezember 2018 verkehrte ein TGV-Zugpaar von Freiburg im Breisgau ĂŒber Mulhouse (MĂŒlhausen), Belfort TGV, Besançon TGV und Dijon zum Pariser Gare de Lyon in etwa 3 Stunden und 40 Minuten.cite-ref-23[23] Hierbei verkehrte dieser auf der LGV Rhin-RhĂŽne und der LGV Sud-Est. Seit dem 9. Dezember 2018 wird stattdessen eine RoutenfĂŒhrung ĂŒber Ringsheim/Europa-Park, Lahr, Offenburg und Strasbourg (LGV Est europĂ©enne) zum Gare de lâEst gewĂ€hlt. Diese Verbindung ist circa 30 Minuten schneller. Die TGV-Verbindung zwischen Freiburg und Frankreich wird allein durch die SNCF, und nicht in Kooperation mit DB Fernverkehr, betrieben.cite-ref-24[24]
TGV Lyria: Schweiz
Vom 10. Juni 2007 an wurde die Strecke ParisâBaselâZĂŒrich via StraĂburg bedient. Die Reisezeit von Basel und ZĂŒrich nach Paris verkĂŒrzte sich auf 3 beziehungsweise 4 Stunden 34 Minuten. Mit der Inbetriebnahme der LGV Rhin-RhĂŽne im Dezember 2011 verkehren die ZĂŒge aus Basel und ZĂŒrich ĂŒber letztere und verkĂŒrzte die Fahrzeiten nochmals: in drei Stunden ab Basel und in vier Stunden ab ZĂŒrich. Seitdem benutzen sĂ€mtliche ZĂŒge aus der Schweiz in Paris den Gare de Lyon. SĂ€mtliche Verbindungen in die Schweiz werden inzwischen von TGV Lyria, einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der SNCF und der SBB, angeboten.
Elipsos: Spanien
Mit der Inbetriebnahme der LGV PerpignanâFigueres am 19. Dezember 2010 verkehren TGV-Duplex-Einheiten nach Figueres-Vilafant in Spanien. Bis zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke zwischen Figueres-Vilafant und Barcelona mussten Reisende nach Barcelona hier in ZĂŒge der Renfe umsteigen, die als Enlace internacional auf der breitspurigen Bestandsstrecke ohne Unterwegshalt verkehrten. Seitdem ist ein durchgehend regelspuriger Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Achse ParisâBarcelonaâMadrid möglich geworden. Daraufhin wurde das grenzĂŒberschreitende spanisch-französische Hochgeschwindigkeitsnetz zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013 neu geordnet. Seitdem war Elipsos, ein Gemeinschaftsunternehmen von Renfe und SNCF, fĂŒr diese Verbindungen verantwortlich. Die ZĂŒge verkehrten unter dem Namen Renfe-SNCF en cooperaciĂłn / en coopĂ©ration. Die Verbindung zwischen Paris und Barcelona wird dreimal am Tag mit TGV-Duplex-ZĂŒgen bedient, fĂŒr die anderen Linien dieses Netzes wurden Renfe-TriebzĂŒge der Reihe 100, die von der Bauart »TGV Atlantique« abgeleitet wurden und deshalb am einfachsten auf den Betrieb in Frankreich anzupassen waren, eingesetzt.
Per Dezember 2022 wurde die Kooperation aufgelöst. Seitdem betreibt die SNCF nunmehr eigene ZĂŒge von und nach Paris (Gare de Lyon) in Spanien eigenwirtschaftlich; die Renfe nahm 2023 eine Verbindung nach Lyon auf.
Geplante Strecken
Das Streckennetz an Hochgeschwindigkeitsstrecken in Frankreich soll in den nÀchsten Jahrzehnten weiter ausgebaut werden.
Als Fortsetzung der LGV Sud Europe Atlantique sĂŒdöstlich von Bordeaux einerseits sowie als Verbindung zwischen der AtlantikkĂŒste und Nizza andererseits ist die LGV BordeauxâToulouse geplant. Die schĂ€tzungsweise vier Milliarden Euro teure Strecke soll frĂŒhestens 2030 eröffnet werden. UrsprĂŒnglich sollte sie als erste Strecke mit bis zu 360 km/h befahren werden, wodurch sich die Fahrzeit zwischen Paris und Toulouse auf 3 Stunden und 7 Minuten verkĂŒrzt hĂ€tte.cite-ref-lmm-25-0[25] GemÀà Planungsstand von 2021 wird die Höchstgeschwindigkeit auf 320 km/h festgelegt (die Entwurfsgeschwindigkeit liegt bei 350 km/h), womit 3 h 15 min als Fahrzeit erreicht werden.cite-ref-gazette-30apr21-26-0[26] Weiterhin ist die LGV BordeauxâEspagne geplant, die ca. 55 km sĂŒdlich von Bordeaux von der LGV BordeauxâToulouse abzweigen wird und die Verbindung ins Baskenland und nach Vitoria in Nordspanien herstellen wird.cite-ref-27[27] Auf französischer Seite soll die Strecke von Bordeaux bis Dax um 2034 und von dort bis zur Grenze um 2040 eröffnet werden. In Spanien soll die Neubaustrecke Baskisches Y zwischen Vitoria und San Sebastian 2027 eröffnet werden.cite-ref-28[28]
Als LĂŒckenschluss zwischen dem Contournement de NĂźmes et Montpellier und der LGV PerpignanâFigueres soll die Neubaustrecke MontpellierâPerpignan entstehen. Hiermit wird ein durchgehendes Netz an Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Barcelona vorhanden sein, was die Fahrzeit ParisâBarcelona auf unter 6 Stunden verkĂŒrzen soll. Die 150 km Strecke soll auf 64 km als Mischverkehrsstrecke auf den Personen- und GĂŒterverkehr ausgelegt werden. Der Bau soll in zwei Etappen erfolgen, das erste TeilstĂŒck von Montpellier nach BĂ©ziers soll 2034 in Betrieb gehen, das zweite TeilstĂŒck bis Perpignan ca. 2045.
Stark umstritten, vor allem bei UmweltschutzverbĂ€nden, war der Streckenverlauf einer geplanten LGV PACA, kurz fĂŒr LGV Provence-Alpes-CĂŽte dâAzur. Sie sollte gemÀà Ăberlegungen aus den 1990er-Jahren von der LGV MĂ©diterranĂ©e nach Nizza verlaufen und nach 2020 eröffnet werden. Die anvisierten Fahrzeiten zwischen Marseille und Genua lagen bei 3 Stunden 15 Minuten. 2013 wurde jedoch eine Variante gewĂ€hlt, die den Ausbau der bestehenden Strecke in zwei Stufen und die ErgĂ€nzung durch Neubaustrecken auf Teilabschnitten vorsieht.cite-ref-31[31]
Die LGV Rhin-RhĂŽne soll mit einem Ostast bis kurz vor Mulhouse verlĂ€ngert werden, aktuell ist eine Inbetriebnahme 2033 vorgesehen.cite-ref-32[32] Vorerst zurĂŒckgestellt sind die Planungen fĂŒr den SĂŒdast nach Lyon und den Westast zur LGV Sud-Est.
Auch fĂŒr den Verkehr nach London gibt es Planungen fĂŒr eine weitere FahrzeitverkĂŒrzung mittels der LGV Picardie, einer Direktverbindung ParisâCalais ĂŒber Amiens, ohne Umweg ĂŒber Lille. FĂŒr das 3,3 bis 4,4 Milliarden Euro teure Projekt, das die Fahrzeit zwischen Paris und London auf unter zwei Stunden drĂŒcken wĂŒrde, machen sich vor allem Lokalpolitiker aus Amiens stark, da ihre Stadt bisher nicht an das TGV-Netz angebunden ist.
Eine Planung von 1991 enthielt auch eine LGV Normandie, die von den Pariser Vororten nach Mantes-la-Jolie fĂŒhren und sich dort in einen Zweig nach Rouen und einen nach Ăvreux aufteilen sollte. Aufgrund eines schlechten Kosten-Nutzen-VerhĂ€ltnisses wurde dieses Projekt zurĂŒckgestellt.
Das aufwendigste TGV-Neubauprojekt ist zweifelsohne die LGV LyonâTurin, deren HerzstĂŒck der 54 Kilometer lange grenzĂŒberschreitende Mont-Cenis-Basistunnel sein wird. Die Inbetriebnahme des Basistunnels soll 2032 erfolgencite-ref-33[33], der Realisierungshorizont der 140 km Neubaustrecke von Lyon bis Saint-Jean-de-Maurienne ist noch unklar.
Bahnhöfe
â
Hauptartikel
:
Liste von Bahnhöfen an französischen Schnellfahrstrecken
Zu den Hauptvorteilen der TGV gegenĂŒber konkurrierenden Eisenbahntechnologien wie z. B. Magnetschwebebahnen gehört die Möglichkeit, bereits bestehende Infrastruktur abseits der Schnellfahrstrecken zu nutzen. Dies erlaubt es den TGV-ZĂŒgen, bis zu den Endbahnhöfen in den Stadtzentren zu verkehren. Es entfĂ€llt aber auch die Notwendigkeit, in dicht besiedelten Gebieten teure eigenstĂ€ndige Trassen zu errichten, wodurch die Baukosten spĂŒrbar gesenkt werden können.
FĂŒr die ErschlieĂung mittelgroĂer StĂ€dte fiel die Wahl hĂ€ufig auf den Bau von Bahnhöfen, die einige Kilometer von den Stadtzentren entfernt direkt an den Schnellfahrstrecken liegen. Der Halt von TGV-ZĂŒgen an solchen Bahnhöfen ist mit weitaus geringerem Zeitverlust verbunden, als wenn die ZĂŒge zuerst auf die Altbaustrecken ausfĂ€deln und zu den Bahnhöfen im Stadtzentrum fahren mĂŒssten (die in manchen FĂ€llen in Form eines Kopfbahnhofs angelegt sind).
In einigen FĂ€llen wurden Bahnhöfe auf halbem Weg zwischen zwei StĂ€dten errichtet, die auf der StraĂe, aber nicht per Eisenbahn erreichbar sind. Ein Beispiel dafĂŒr ist der Bahnhof zwischen Montceau-les-Mines und Le Creusot an der LGV Sud-Est. Höchst umstritten ist bis heute der Bahnhof Haute Picardie an der LGV Nord zwischen Amiens und Saint-Quentin. Er wurde von Medien und lokalen Behörden kritisiert, da er zu weit von den StĂ€dten entfernt ist, die er eigentlich erschlieĂen sollte, und zu weit von anderen Bahnlinien liegt, die eine bessere Anbindung ermöglichen wĂŒrden. Der Bahnhof wird spöttisch als la gare des betteraves âBahnhof der RĂŒbenâ, bezeichnet, da er von RĂŒbenfeldern umgeben ist. Diese Bezeichnung wird mittlerweile als Synonym fĂŒr Ă€hnliche im âNiemandslandâ liegende TGV-Bahnhöfe verwendet.
WÀhrend die ersten dieser TGV-Bahnhöfe reine Zweckbauten sind, gelten die neueren als architektonische Meisterwerke. Dazu gehören insbesondere der Bahnhof Lyon-Saint-Exupéry TGV am Flughafen von Lyon, der Bahnhof Aéroport Charles-de-Gaulle 2 TGV am gleichnamigen Pariser Flughafen Charles de Gaulle und der Bahnhof Avignon TGV, der in Fachkreisen aufgrund seines spektakulÀren 340 Meter langen Glasdachs als moderne Kathedrale bezeichnet wird.
Signalsystem
â
Hauptartikel
:
Transmission Voie-Machine
Da bei den auf Hochgeschwindigkeitsstrecken gefahrenen Geschwindigkeiten eine zuverlĂ€ssige Erkennung von AuĂensignalen durch das menschliche Auge nicht mehr garantiert werden kann, wurde eine FĂŒhrerstandssignalisierung mit der Bezeichnung TVM (Transmission Voie-Machine) eingefĂŒhrt. Dabei werden Informationen wie Geschwindigkeit, Zielgeschwindigkeit oder Halt-/Fahrbefehle ĂŒber elektrische Impulse durch die Schienen zum Zug geleitet und auf Instrumenten im FĂŒhrerstand angezeigt.
Die Schnellfahrstrecke ist in Blockabschnitte (repĂšre) von etwa 1500 Metern eingeteilt, die Grenzen werden durch blaue Schilder mit gelbem Dreieck (an Stelle der Blocksignale, vergleichbar mit den deutschen Blockkennzeichen) markiert. Dem LokfĂŒhrer werden Ă€hnlich wie bei der deutschen linienförmigen Zugbeeinflussung (LZB) die zulĂ€ssige Geschwindigkeit im aktuellen Abschnitt und die Zielgeschwindigkeit am Beginn des nĂ€chsten Blockabschnittes angezeigt. Die Höchstgeschwindigkeit wird von Faktoren wie der Entfernung zu vorausfahrenden ZĂŒgen (mit stetig abnehmender Geschwindigkeit bei abnehmender Anzahl freier Blockabschnitte zum vorausfahrenden Zug), Abzweigungen, normalen GeschwindigkeitsbeschrĂ€nkungen und der Entfernung bis zum Ende der LGV bestimmt. Da der Regelbremsweg der ZĂŒge in der Regel lĂ€nger als ein Blockabschnitt ist, werden die LokfĂŒhrer angewiesen, die Geschwindigkeit von Abschnitt zu Abschnitt stufenweise zu verringern.
Auf den TGV-Schnellfahrstrecken werden die zwei TVM-Versionen TVM-430 und TVM-300 eingesetzt. TVM-430, das neuere System, wurde erstmals auf der LGV Nord zum Kanaltunnel sowie nach Belgien eingefĂŒhrt und beliefert die ZĂŒge mit mehr Informationen als TVM-300. Unter anderem wurde die minimale Zugfolge von vier Minuten auf drei Minuten verringert.cite-ref-34[34]
Wie beim französischen Signalsystem seit jeher ĂŒblich gelten reine Blocksignale als franchissable, d. h. ZĂŒge dĂŒrfen mit begrenzter Geschwindigkeit (30 km/h) in einen besetzten Blockabschnitt einfahren. Erst wenn die Geschwindigkeit eines solchen Zuges 35 km/h ĂŒberschreitet, wird eine Zwangsbremsung ausgelöst. Signale, die in Haltstellung nicht ĂŒberfahren werden dĂŒrfen, sind mit einem Schild mit dem Zeichen âNfâ (fĂŒr non-franchissable) gekennzeichnet. Bleibt ein solches Signal wegen einer Störung in Haltlage, so kann der LokfĂŒhrer beim Poste d'Aiguillage et de RĂ©gulation (PAR â Signal- und Kontrollzentrum) die Erlaubnis zur Weiterfahrt einholen. Diese wird, vergleichbar mit dem deutschen Ersatzsignal durch ein weiĂes Licht erteilt. AnschlieĂend bestĂ€tigt der LokfĂŒhrer die Genehmigung durch Knopfdruck und deaktiviert damit die Zwangsbremsung, die andernfalls beim Ăberfahren des Signals ausgelöst wĂŒrde.
Wenn TGV-ZĂŒge LGV-Strecken von lignes classiques erreichen oder umgekehrt, werden die Bedienelemente der Zugbeeinflussungseinrichtungen im FĂŒhrerstand selbsttĂ€tig auf das jeweilige System umgestellt. Wenn ein TGV zum Beispiel die LGV verlĂ€sst und eine ligne classique erreicht, wird das TVM-System ausgeschaltet und das KVB-System (ContrĂŽle Vitesse par Balise, Lichtsignal-Geschwindigkeitskontrolle) aktiviert.
Fahrzeuge
Allgemein
Die ursprĂŒnglichen TGV wurden von der SNCF und dem Hersteller Alstom (vormals GEC-Alsthom, Alsthom Atlantique) kontinuierlich weiterentwickelt und verkehren heute international in verschiedenen Variationen. Allen Baureihen gemeinsam ist, dass die ZĂŒge aus zwei Triebköpfen bestehen, zwischen denen der Wagenzug aus acht oder zehn fest gekuppelten Mittelwagen eingestellt ist. Die Triebköpfe sind Elektrolokomotiven in Sonderbauart und angepasster Kastenform. Dieses Prinzip wurde bei vielen HochgeschwindigkeitszĂŒgen in anderen LĂ€ndern ĂŒbernommen, beispielsweise bei den italienischen ETR 500 und den deutschen ICE der Baureihe 401. Der Vorteil ist, dass die TraktionsausrĂŒstung auf nur wenige Fahrzeuge konzentriert ist, ein Nachteil, dass die Triebköpfe hohe Achslasten aufweisen. Um den Oberbau bei hohen Geschwindigkeiten nicht zu ĂŒberlasten, wurde die Achslast der Triebköpfe auf 18 Tonnen begrenzt.
Besonderes Merkmal sind die Jakobs-Drehgestelle, sie sind gewichtssparend, bewirken eine besondere Laufruhe und verringern die Wahrscheinlichkeit des Entgleisens. Ein Nachteil dieser Bauweise ist, dass die ZĂŒge nur mit groĂem Aufwand getrennt werden können. WĂ€hrend die Triebköpfe standardmĂ€Ăig abgekuppelt und teilweise baureihenĂŒbergreifend gewechselt werden können, sind fĂŒr die Trennung von Mittelwageneinheiten spezielle Hebevorrichtungen in den Depots notwendig.
Die Triebköpfe verfĂŒgen an den Ă€uĂeren Enden ĂŒber selbsttĂ€tige Scharfenbergkupplungen, die den Einsatz in Mehrfachtraktion ermöglichen und ungenutzt durch Klappen abgedeckt werden. Triebköpfe und Mittelwagen sind durch Schraubenkupplungen verbunden. Die TGV-Triebköpfe verfĂŒgen zur verschleiĂfreien Geschwindigkeitsverringerung ĂŒber elektrische Widerstandsbremsen. Auf Nutzbremsen wurde verzichtet; vorrangig deshalb, weil die RĂŒckspeisung im Gleichstrombetrieb ohnehin nur möglich ist, wenn sich im selben Speiseabschnitt Fahrzeuge befinden, die die Leistung aufnehmen können. FĂŒr RĂŒckspeisung ins Landesnetz sind die Gleichrichterunterwerke nicht ausgerĂŒstet. Auf BremswiderstĂ€nde kann man aus diesem Grund ohnehin nicht verzichten. Im Gegensatz zu den deutschen ICE-Einheiten verzichtete man bei den TGV auch auf druckdichte WagenkĂ€sten zur Vermeidung von plötzlichen Druckwechseln bei Tunneleinfahrten; die französischen Schnellfahrstrecken fĂŒhren allerdings deutlich seltener durch Tunnel.
Bei den Triebköpfen spiegelt sich auch die Weiterentwicklung der Antriebstechnik wider: WĂ€hrend die TGV Sud-Est mit Gleichstrom-Reihenschlussmotoren ausgerĂŒstet waren, die von gesteuerten Gleichrichtern in Thyristortechnik versorgt werden, besitzen alle anderen Versionen Drehstrommotoren. In den Versionen TGV Atlantique, TGV RĂ©seau und TGV Duplex sind diese als Synchronmotoren ausgefĂŒhrt, in den Varianten Eurostar und POS als Asynchronmotoren. Die Drehstrommotoren werden von Umrichtern mit GTO-Thyristoren versorgt, auĂer bei den POS-ZĂŒgen, wo erstmals die IGBT-Technik zur Anwendung kommt.
| Zugtyp | Höchstgeschwindigkeit | SitzplÀtze | Anzahl Garnituren | LÀnge | Breite | Gewicht | Leistung | Leistung | Leistung | Leistung | Leistung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugtyp | Höchstgeschwindigkeit | SitzplÀtze | Anzahl Garnituren | LÀnge | Breite | Gewicht | 25 kV ~ | 15 kV ~ | 3 kV = | 1,5 kV = | 750 V = |
| TGV Sud-Est | 270 km/h bzw. 300 km/h 1 | 345 | 107 | 200,20 m | 2,81 m | 385 t | 0 6450 kW | â | â | 4400 kW | â |
| TGV Atlantique | 300 km/h 2 | 485 | 105 | 237,59 m | 2,90 m | 444 t | 0 8800 kW | â | â | 3880 kW | â |
| TGV RĂ©seau | 300 km/h bzw. 320 km/h 3 | 377 | 80 | 200 m | 2,90 m | 383 t | 0 8800 kW | â | (?) | 3680 kW | â |
| Class 373 (Eurostar) | 300 km/h | 794 | 41 | 393,70 m | 2,81 m | 752 t | 12 240 kW | â | â | 5700 kW | 3400 kW |
| TGV Duplex | 320 km/h | 512 | 160 | 200 m | 2,90 m | 380 t | 0 8800 kW | â | â | 3680 kW | â |
| Thalys PBKA | 320 km/h 4 | 377 | 17 | 200 m | 2,90 m | 385 t | 0 8800 kW | 4460 kW | 3680 kW | 3680 kW | â |
| TGV POS | 320 km/h [ 35 ] | 377 | 19 | 200 m | 2,90 m | 383 t | 0 9280 kW | 6280 kW | â | â | â |
| TGV 2N2 (Duplex 4. Generation) | 320 km/h | 509 | 55 + 40 [ 36 ] 5 | 200,19 m | 2,90 m | 383 t | 0 9280 kW | 6800 kW | â | 3680 kW | â |
1 vor bzw. nach Umbau
2 cite-ref-lm4-16-37-0[37]
5 Anzahl bestellter Garnituren
Mit dem TGV Iris 320 steht seit 2006 darĂŒber hinaus ein zehnteiliger TGV-Messzug zur VerfĂŒgung.
Generationen
TGV Sud-Est
â
Hauptartikel
:
TGV Sud-Est
Die Fahrzeuge der Bauart TGV Sud-Est (PSE bzw. TGV SE) mit dem ursprĂŒnglichen, markanten orangefarbenen Lack sind die Ă€ltesten TGV und wurden vor allem auf der Strecke ParisâLyon eingesetzt. Sie sind fĂŒr die im französischen Eisenbahnnetz vorhandenen Stromsysteme (25 kV, 50 Hz Wechsel- sowie 1,5 kV Gleichspannung) ausgelegt. Neun der insgesamt 107 Garnituren (TGV 110â118) verfĂŒgten ĂŒber eine AusrĂŒstung fĂŒr drei Systeme (zusĂ€tzlich 15 kV, 16,7 Hz Wechselspannung) und wurden von der Gesellschaft Lyria im Verkehr zwischen der Schweiz und Frankreich eingesetzt. Sie wurden jedoch bis Februar 2013 durch TGV POS ersetzt und ausgemustert.
Aufgrund der Beteiligung der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) an Lyria gehörten zwei dieser Garnituren (TGV 112 und 114) den SBB, die ĂŒbrigen sieben der SNCF. Die Lyria-ZĂŒge erreichten auf dem Schweizer Schienennetz eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Jeder Zug besteht aus zwei Triebköpfen und acht Mittelwagen, hat eine Gesamtmasse von 385 Tonnen, ist 200 Meter lang und 2,81 Meter breit. Die den Triebköpfen folgenden Drehgestelle des ersten Wagens sind ebenfalls angetrieben. Sie gehören zur TraktionsausrĂŒstung des jeweils benachbarten Triebkopfes. Die Fahrmotoren sind Gleichstrom-Reihenschlussmotoren.
Wegen des Eisenquerschnittes der auf den Betrieb mit 50 Hz ausgelegten Haupttransformatoren war die Antriebsleistung der Triebköpfe bei einer Frequenz von 16,7 Hz deutlich geringer als bei 50 Hz. Diese EinschrÀnkung blieb auch bei den meisten Folgebauarten bestehen.
Der Sitzteiler in den Reihensitzen der zweiten Klasse lag bei Inbetriebnahme bei 850 Millimetern,cite-ref-bundesbahn-1989-5-41-0[41] in den acht Wagen fanden 386 Reisende Platz.cite-ref-bundesbahn-1989-4-353-42-0[42] 111 SitzplÀtze entfielen auf die erste, 275 Sitze auf die zweite Klasse.cite-ref-spiegel-1981-40-270-43-0[43]
Ab 1997 wurden die ZĂŒge renoviert. Umgerechnet mehr als drei Millionen Schweizer Franken und rund 12 000 Arbeitsstunden wurden dazu pro Zug aufgewandt. Das AuĂendesign wurde von Orange auf Silbergrau verĂ€ndert. Neu eingerichtet wurden unter anderem Abteile in der ersten Klasse fĂŒr Familien sowie Vis-a-vis-Bereiche in der ersten Klasse.cite-ref-eri-1998-18-44-0[44] Entfernt wurden unter anderem Telefonzellen, neu eingebaut dafĂŒr Steckdosen.cite-ref-eri-2001-354-45-0[45]
Aus der UmrĂŒstung gingen zwei Varianten hervor:cite-ref-eri-2001-354-45-1[45]
âą Bei einer Variante (65 TriebzĂŒge, darunter neun ZĂŒge des Schweiz-Verkehrs) wurde (neben anderen MaĂnahmen) der Sitzabstand um 40 mm angehoben, die RĂŒckenlehnen der zweiten Klasse wurden beweglich gestaltet. Die ZĂŒge umfassen nach der Umgestaltung 110 SitzplĂ€tze in der ersten und 240 PlĂ€tze in der zweiten Klasse. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt teils bei 270 (18 ZĂŒge, Zugbeeinflussung TVM 300), teils bei 300 km/h (47 ZĂŒge, TVM 430).cite-ref-eri-2001-354-45-2[45] ZunĂ€chst waren 245 SitzplĂ€tze in der zweiten Klasse vorgesehen.cite-ref-eri-1998-18-44-1[44]
âą Eine zweite Variante (42 TriebzĂŒge) wurde fĂŒr den Langstreckenverkehr zwischen Paris und der CĂŽte dâAzur (ĂŒber die LGV MĂ©diterranĂ©e) hergerichtet. Bei diesen ZĂŒgen wurde der Erste-Klasse-Bereich auf 69 SitzplĂ€tze reduziert und in der zweiten Klasse angehoben. Der Sitzabstand der 276 Sitze der zweiten Klasse wurde um 80 Millimeter erhöht sowie GepĂ€ckregale und Steckdosen eingerichtet. Die ZĂŒge wurden mit TVM 430 ausgerĂŒstet und fĂŒr eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h ertĂŒchtigt.cite-ref-eri-2001-354-45-3[45]
Die Arbeiten wurden im SNCF-Werk Bischheim (bei StraĂburg) vorgenommen. FĂŒr die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit von 270 auf 300 km/h waren Ănderungen am Brems- und KĂŒhlsystem erforderlich.cite-ref-eri-1998-492-46-0[46] Die UmrĂŒstung wurde vor Inbetriebnahme der LGV MĂ©diterranĂ©e (2001) abgeschlossen.cite-ref-eri-2001-354-45-4[45]
Im Jahr 1984 verkehrten erstmals vier TGV-Zugpaare in die Schweiz (Lausanne). Sieben Einheiten waren fĂŒr den dortigen Betrieb unter 15 Kilovolt sowie 16 2â3 Hertz Wechselspannung umgerĂŒstet worden.cite-ref-etr-1984-661-47-0[47]
Mehrere TriebzĂŒge wurden bis Mitte 2015 fĂŒr den TGV postal eingesetzt. Ein Triebzug war als Neigetechnik-ErprobungstrĂ€ger verwendet worden und wurde bis Mitte 2001 umgebaut.cite-ref-eri-2001-354-45-5[45]
Der planmĂ€Ăige Einsatz der TriebzĂŒge endete im Dezember 2019. Ende Februar 2020 gehörten noch neun TriebzĂŒge zum Betriebsbestand. FĂŒr diese ZĂŒge sollen keine LaufplĂ€ne mehr aufgestellt werden.cite-ref-ek-2020-4-31-48-0[48] Kurzzeitig waren die beiden Triebköpfe des TGV 01, der seit seiner Indienststellung rund 13,5 Millionen Kilometer zurĂŒckgelegt hatte, fĂŒr eine Abschiedstour im ursprĂŒnglichen orangen Design lackiert worden.cite-ref-eri-2020-205-49-0[49] Auch die Mittelwagen bekamen ein Retro-Design, womit der Zug alle drei Lackierungsvarianten seiner aktiven Zeit trug.cite-ref-50[50]
TGV Atlantique
Die TGV Atlantique (kurz: TGV A) wurden fĂŒr die Strecken nach West- und SĂŒdwestfrankreich, insbesondere auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Atlantique, in den Jahren 1988 bis 1992 gebaut.
Der Zug wurde in Belfort am 14. April 1988 erstmals der Ăffentlichkeit vorgestellt. Zum Preisstand von 1988 kostete jeder Triebzug 73 Millionen Francs, etwa elf Millionen Euro.cite-ref-bundesbahn-1988-5-480-51-0[51] Am 23. Januar 1989 wurde ein klassisches Zugpaar zwischen Paris und Nantes bzw. Rennes durch einen TGV Atlantique ersetzt, um die Wirkung der ZĂŒge auf die Reisenden zu erproben.cite-ref-bundesbahn-1989-268-52-0[52]
Die ZĂŒge sind eine Weiterentwicklung des TGV Sud-Est und bestehen, abweichend von allen anderen Versionen des TGV, aus zehn Mittelwagen (drei der ersten, sechs der zweiten Klasse, dazwischen ein Barwagen).cite-ref-bundesbahn-1988-5-480-51-1[51] Zur Inbetriebnahme standen in jedem Zug unter anderem zwei Familienabteile, ein Spielbereich fĂŒr Kinder, ein Wickelraum, ein Rollstuhl-Stellplatz, ein WC fĂŒr Behinderte und drei Telefonzellen zur VerfĂŒgung. Service-Nischen in den WagenĂŒbergĂ€ngen ermöglichen die Zubereitung von vorbereiteten Speisen. Auf ĂbergangstĂŒren zwischen den luftgefederten Wagen wurde verzichtet.cite-ref-bundesbahn-1988-5-480-51-2[51]
Die ersten beiden ZĂŒge (301 und 302) wurden weiĂ und blau, alle weiteren silber und blau lackiert.cite-ref-lm4-16-37-1[37] Insgesamt wurden 105 Einheiten mit zwei Stromsystemen (1,5 kV Gleich- und 25 kV Wechselspannung mit 50 Hz) gebaut. Sie sind 237,5 Meter lang und 2,9 Meter breit. Sie haben eine Gesamtmasse von 444 Tonnen und 485cite-ref-bundesbahn-1989-4-353-42-1[42] SitzplĂ€tze in zehn Wagen.cite-ref-etr-1988-88-6-2[6]
Die Antriebstechnik konnte aufgrund der verwendeten Drehstromantriebstechnik mit Synchronmotoren auf je vier (vormals sechs) Fahrmotoren in den Triebköpfen konzentriert, die Leistung von 6,4 auf 8,8 MW sowie die Höchstgeschwindigkeit von 270 auf 300 km/h gesteigert werden. Der Schnellbremsweg aus der Höchstgeschwindigkeit mittels dynamischer und Scheibenbremsen liegt bei 3300 Metern.cite-ref-bundesbahn-1988-5-480-51-3[51]
Der Sitzabstand in der ersten Klasse lag Anfang der 1990er-Jahre bei 950 Millimetern, in der zweiten Klasse bei 850 Millimetern. Die Sitze der zweiten Klasse waren dabei 450 Millimeter breit.cite-ref-ice-facts-92-25-53-0[53]
2005 begann eine Modernisierung der 105 zwischen 1988 und 1992 gebauten Garnituren. Zusammen mit der zeitgleichen Modernisierung von 76 Réseau-Garnituren plante die SNCF, 350 Millionen Euro in das Projekt zu investieren.cite-ref-eri-2005-537-54-0[54]
Die TGV-Einheit 325 stellte am 18. Mai 1990 mit 515,3 km/h einen Weltrekord fĂŒr Rad-Schienen-Fahrzeuge auf und ĂŒberbot damit den alten Weltrekord vom 1. Mai 1988 des InterCityExperimental (ICE V). FĂŒr den Test wurde der Triebzug auf drei Mittelwagen und somit etwa 250 Tonnen Masse reduziert. Der Weltrekord des TGV Atlantique hielt fast 17 Jahre bis zum 3. April 2007, als er von einem modifizierten TGV POS mit 574,8 km/h ĂŒbertroffen wurde.
TGV Réseau
Die TGV RĂ©seau sind eine Weiterentwicklung der TGV Atlantique und werden, da sie aufgrund ihrer LĂ€nge von 200 Metern (mit acht Mittelwagen) auch kĂŒrzere Bahnsteige bedienen können, auf dem gesamten Netz eingesetzt. Die Bezeichnung RĂ©seau (französisch fĂŒr Netz) spiegelt diese universelle Einsetzbarkeit wider.cite-ref-eri-2001-310-55-0[55] Diese ZĂŒge sind in silber-blau gehalten, 2,90 Meter breit und haben eine Gesamtmasse von 383 Tonnen. Erstmals kamen sie mit der Eröffnung der LGV Nord zum Einsatz. Auch die TGV RĂ©seau gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen. 50 Zweisystemeinheiten (bicourant) dienen dem innerfranzösischen Verkehr. Des Weiteren wurden 30 Dreisystemeinheiten (tricourant, zusĂ€tzlich fĂŒr 3 Kilovolt Gleichspannung) gebaut, die zum einen fĂŒr den Verkehr nach Belgien und in die Niederlande dienen, andererseits auch fĂŒr Fahrten nach Mailand einsetzbar sind.
Die Réseau-Einheit 531 stellte am 26. Mai 2001 bei der sogenannten Opération Sardine einen Langstreckenweltrekord auf.cite-ref-eri-2001-310-55-1[55]
Nach verschiedenen Studien entschied die SNCF Anfang 2003, fĂŒr den Betrieb auf der LGV Est europĂ©enne 15 Garnituren mit je zwei neuen Triebköpfen auszurĂŒsten. Der entsprechende Auftrag an Alstom wurde mit 188 Millionen Euro beziffert und enthielt eine Option auf 31 weitere Triebköpfe. Die existierenden Triebköpfe sollten demnach mit neuen Doppelstockwagen im innerfranzösischen Verkehr zum Einsatz kommen.cite-ref-eri-2003-125-56-0[56] 2005 begann die Modernisierung der 78 zwischen 1993 und 1996 beschafften Garnituren. Der erste ĂŒberarbeitete Zug wurde am 8. September 2005 der Presse vorgestellt. In der zweiten Klasse wurde der Sitzabstand um 70 Millimeter vergröĂert.cite-ref-eri-2005-537-54-1[54] Nach 22 Betriebsjahren wurden die ersten beiden Einheiten (539 und 551) im Jahr 2015 dauerhaft abgestellt.cite-ref-eri-2016-32-57-0[57]
TGV Duplex
â
Hauptartikel
:
TGV Duplex
FĂŒr Strecken mit hoher Auslastung wurden mit den TGV Duplex doppelstöckige TGV entwickelt. Die ersten Einheiten wurden 1996 in Dienst gestellt. Die ZĂŒge erwiesen sich als so erfolgreich, dass es bereits mehrere Nachbestellungen gab. Heute werden die TGV Duplex zumeist auf der chronisch ĂŒberlasteten Strecke von Paris in Richtung Lyon und Marseille eingesetzt. Eine der zukĂŒnftigen Lieferungen wird die 15 Garnituren umfassen, die nur aus Wagen bestehen und mit den freiwerdenden RĂ©seau-Triebköpfen gekuppelt werden sollen. Ein Zug dieses Typs hat eine Masse von 386 Tonnen und ist 200 Meter lang. Zwischen den zwei Triebköpfen sind acht Doppelstockwagen eingereiht. Die fĂŒr beide französischen Stromsysteme geeigneten ZĂŒge erreichen eine Leistung von 8800 Kilowatt und haben eine gegenĂŒber ihren VorgĂ€ngern leicht erhöhte Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Bei der Entwicklung der unter dem Projektnamen TGV 2 N projektierten ZĂŒge waren verschiedene Probleme zu lösen. So waren die Wagen insbesondere im Bereich der Drehgestelle grundlegend neu zu konstruieren, um den Fahrgastraum tief genug absenken zu können. Auch musste mittels neuer Konstruktionsmethoden die Masse der Wagen auf die auf französischen Schnellfahrstrecken geltende Höchst-Radsatzlast von 17 Tonnen pro Achse reduziert werden. Unter anderem wurden, gegenĂŒber vorherigen TGV-Generationen, Aluminium und Verbundwerkstoffe statt Stahl eingesetzt. Die SNCF erhoffte sich von dem Konzept um 18 Prozent sinkende Kosten pro Sitzplatz sowie geringere relative Betriebskosten.cite-ref-bundesbahn-1989-4-353-42-2[42]
Innerhalb der TGV-Duplex-Typen werden verschiedene Triebköpfe verwendet, was zur Unterscheidung mehrerer Duplex-Baureihen oder Generationen fĂŒhrt. Unterschieden werden die nach der ersten Baureihe entwickelten Duplex RĂ©seau, Duplex Dasye und Euroduplex (auch als TGV 2N2 bezeichnet). Von den Euroduplex wurde eine Variante fĂŒr die marokkanische Staatsbahn ONCF abgeleitet, die auf der Schnellfahrstrecke LGV TangerâKenitra im Einsatz ist.
TGV POS
â
Hauptartikel
:
TGV POS
Die TGV POS (ParisâOstfrankreichâSĂŒddeutschland) wurden technisch aus den TGV-RĂ©seau- und TGV-Duplex-ZĂŒgen abgeleitet. Sie verkehrten seit dem 10. Juni 2007 auf der Linie Paris â StraĂburg â Karlsruhe â Stuttgart, die zum 9. Dezember 2007 bis MĂŒnchen verlĂ€ngert wurde, sowie Paris â StraĂburg â MĂŒlhausen â Basel â ZĂŒrich. Seit 2009 wurde auĂerdem einmal pro Tag die Strecke Paris â SaarbrĂŒcken â Mannheim â Frankfurt bedient. Seit Dezember 2012 bis Dezember 2019 gehörten die ZĂŒge der TGV Lyria und verkehrten in die Schweiz, den Verkehr nach Deutschland ĂŒbernahmen Euroduplex-TGV.
Die ersten beiden Triebköpfe wurden 2004 fertiggestellt und ab Juni gleichen Jahres fĂŒr Testfahrten eingesetzt. Zur Monatsmitte wurden die beiden Triebköpfe mit einer achtteiligen RĂ©seau-Wagengarnitur gekuppelt.cite-ref-eri-2004-368-58-0[58] Ende Juli 2004 wurde eine aus zwei Triebköpfen und acht Wagen gebildete POS-Einheit fĂŒr Testfahrten zum Eisenbahnversuchsring Velim in Tschechien ĂŒberfĂŒhrt.cite-ref-eri-2004-460-59-0[59] Die TGV-Zulassungsfahrten in Deutschland begannen am 5. Dezember 2005 und wurden Mitte 2006 abgeschlossen. Auf der Schnellfahrstrecke NĂŒrnbergâIngolstadt fanden im Juli 2006 Hochtastfahrten auf bis zu 330 km/h statt. Um das fĂŒr das deutsche Streckennetz vorgeschriebene Bremsvermögen zu erreichen, wurde je ein Drehgestell der beiden Triebköpfe sowie der beiden Endwagen mit einer Magnetschienenbremse ausgerĂŒstet. Diese zusĂ€tzlichen Bremsen wirken ausschlieĂlich bei Schnellbremsungen im Bereich zwischen 50 und 160 km/h.cite-ref-voraus-2006-03-60-0[60] Zum Einsatz kam dabei die Garnitur 4401.cite-ref-eri-2006-80-61-0[61] Auch muss das mitgefĂŒhrte Wasser TrinkwasserqualitĂ€t haben.cite-ref-62[62] Am 31. Mai 2007 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt die Zulassung der TGV POS fĂŒr den kommerziellen Betrieb in Deutschland; am selben Tag erfolgte die Zulassung der ICE 3MF durch die französische Zulassungsbehörde EPSF.cite-ref-railways-140-63-0[63] Die SNCF hatte DB Systemtechnik mit den Zulassungsfahrten beauftragt.cite-ref-eri-2005-472-64-0[64]
Zur Betriebsaufnahme der LGV Est im Juni 2007 standen zehn Einheiten mit je 360 SitzplĂ€tzen zur VerfĂŒgung. Die Flotte sollte bis 2008 auf 19 Garnituren anwachsen (Stand: Mai 2007).cite-ref-db-welt-2007-05-65-0[65] In jedem dieser ZĂŒge konnten StellplĂ€tze fĂŒr vier FahrrĂ€der reserviert werden.cite-ref-adfc-2007-12-06-66-0[66] Die ZĂŒge werden von der Deutschen Bahn intern als Baureihe 475 gefĂŒhrt.cite-ref-eb-106-26-67-0[67]
Die beiden Triebköpfe sind durch eine 25-kV-Dachleitung elektrisch miteinander verbunden. Die TriebzĂŒge können in Doppeltraktion verkehren und auch mit Einheiten des TGV RĂ©seau und TGV Duplex gekuppelt werden.cite-ref-voraus-2006-03-60-1[60] Das Zulassungsverfahren fĂŒr den Betrieb in Doppeltraktion in Deutschland wurde im MĂ€rz 2009 begonnencite-ref-db-2009-03-18-68-0[68] und 2010 abgeschlossen. Als die Kehler RheinbrĂŒcke wegen Bauarbeiten zwischen dem 28. August und dem 10. Oktober 2010 nicht befahren werden konnte, verkehrten TGV POS der Linien nach Frankfurt und MĂŒnchen gemeinsam in Doppeltraktion von Paris ĂŒber SaarbrĂŒcken bis nach Mannheim und wurden dort geteilt (geflĂŒgelt).
Im Februar 2011 entschieden die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und die SNCF, die TGV-POS-ZĂŒge an TGV Lyria abzugeben. Bereits 2007 hatten die SBB die TGV-POS-Einheit 4406 erworben und auf den Namen Basel getauft.cite-ref-railways-140-40-69-0[69] Seit August 2012 verkehrten die ersten TGV-POS-ZĂŒge in einer neuen Lackierung auf der Linie ParisâLausanne. Alle 19 TGV POS waren seit Dezember 2012 im Besitz von TGV Lyria und verkehrten bis Ende 2019 in die Schweiz.cite-ref-70[70]cite-ref-lepoint-71-0[71] Zum Fahrplanwechsel 2019 wurden die TGV-POS-Garnituren mit je 355 SitzplĂ€tzen abgelöst durch 15 TGV Euroduplex mit je 507 PlĂ€tzen, und damit das Platzangebot deutlich erweitert.cite-ref-72[72] Die 19 POS-Garnituren kehrten im Dezember 2019 zur SNCF zurĂŒck, und wurden innen und auĂen angepasst fĂŒr den Einsatz als TGV inOui auf der LGV Nord und der LGV Est.cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]
TGV M
2018 bestellte die SNCF 100 TriebzĂŒge einer neuen Generation, die im Juli 2020 unter dem Namen TGV M (ursprĂŒnglich auch als âTGV du futurâ bzw. bei Alstom als âAvelia Horizonâ bezeichnet) dem Publikum vorgestellt wurden. Diese sind eine Weiterentwicklung der TGV Duplex, der mit gröĂerer AnpassungsfĂ€higkeit (mit ZĂŒgen aus 7, 8, 9 oder 10 Wagen, bzw. der Möglichkeit, ohne groĂen Aufwand die Bestuhlung von der ersten zur zweiten Klasse zu wechseln), sowie unter Einsatz neuer Materialien und einer breiten Ausstattung mit Sensoren verspricht, die KapazitĂ€t der ZĂŒge um bis zu 20 Prozent zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken. Ein ursprĂŒnglich angedachter Einsatz ab dem Jahr 2023 wurde auf Anfang 2026 verschoben.cite-ref-75[75] Ein TGV M soll bis zu 740 SitzplĂ€tze bieten (Vergleich zum aktuellen TGV mit der höchstmöglichen Sitzplatzanzahl: 634).cite-ref-76[76]
TGV-Varianten
Eurostar TMST / Class 373
Eurostar-ZĂŒge mit den Bezeichnungen TMST (französisch) bzw. Class 373 (britisch) sind TGV-Abkömmlinge fĂŒr den Betrieb durch den Eurotunnel. Der gröĂte Unterschied ist das Halbzugkonzept â der Zug muss aus SicherheitsgrĂŒnden in zwei separat angetriebenen HĂ€lften aus dem Eurotunnel fahren können. Zur Erhöhung der Reibungsmasse sind wie bei den TGV PSE auch die den Triebköpfen zugewandten Drehgestelle der Endwagen Triebdrehgestelle. Die ZĂŒge sind aufgrund des kleineren britischen Lichtraumprofils schmaler, im unteren Bereich eingezogen sowie etwas stromlinienförmiger gestaltet und in gelb-weiĂ-silber gehalten. ZusĂ€tzlich sind sie mit seitlichen Stromabnehmern fĂŒr die von oben bestrichenen Stromschienen im Streckennetz des englischen SĂŒdostens und Klapptrittstufen fĂŒr den Profilausgleich an den kontinentaleuropĂ€ischen Bahnsteigen ausgerĂŒstet. Im Gegensatz zu den meisten europĂ€ischen ZĂŒgen ist ihr Innenraum in drei statt wie ĂŒblich zwei Wagenklassen aufgeteilt (Business/Premier, Leisure, Standard).
Nach dem im Jahr 2015 begonnenen Umbau werden diese Fahrzeuge als Eurostar e300 bezeichnet, wĂ€hrend die noch nicht umgebauten Fahrzeuge als Eurostar Original vermarktet wurden, bis sie aus dem Betrieb abgezogen wurden.cite-ref-77[77] Mit Einsatz des neuen Eurostar 320 von Siemens ab 2016 wurden viele der 28 TMST-Garnituren abgestellt, zeitweise aber auch in neuer Lackierung bei der von Thalys betriebenen Low-Cost-Marke Izy zwischen Paris und BrĂŒssel eingesetzt. Insgesamt acht ZĂŒge wurden modernisiert.cite-ref-78[78]
Thalys
Die Marke Thalys steht fĂŒr internationale Verbindungen zwischen Frankreich, Belgien, den Niederlanden sowie Deutschland. FĂŒr diese orderten die Bahngesellschaften SNCF, SNCB, NS und DB leicht modifizierte TGV RĂ©seau, die unter verschiedenen Stromsystemen und Zugbeeinflussungseinrichtungen fahren können. Es gibt zwei Thalys-Typen: Der TGV Thalys PBA (ParisâBrĂŒsselâAmsterdam) kann auf dem französischen, belgischen und niederlĂ€ndischen Netz eingesetzt werden. Der TGV Thalys PBKA (ParisâBrĂŒsselâKölnâAmsterdam) besitzt eine zusĂ€tzliche AusrĂŒstung fĂŒr das deutsche Netz.
RENFE-Baureihe 100
Die RENFE bestellte zunĂ€chst 24 TriebzĂŒge in iberischer Breitspur (1668 mm) und wandelte diese Bestellung spĂ€ter in 18 regel- und 6 breitspurige Einheiten um.cite-ref-mr-2009-03-58-79-0[79] Die unter der Reihenbezeichnung 101 eingeordneten Breitspureinheiten wurden bis November 2009 als Zuggattung Euromed eingesetzt und verkehrten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h im Wesentlichen zwischen Barcelona und Alicante. Die regelspurigen Einheiten verkehren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h auf der Schnellfahrstrecke MadridâSevilla. Im Zug des weiteren Ausbaues des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes wurden die Euromed-Einheiten bis 2010 auf Regelspur umgebaut und in die Baureihe 100 eingegliedert. FĂŒr den Einsatz der ZĂŒge nach Frankreich mussten Anpassungen an den Stromabnehmern, der TraktionsausrĂŒstung fĂŒr Gleichspannung und der Zugbeeinflussung vorgenommen werden. Eine fĂŒr die Reisenden sichtbare ErgĂ€nzung sind Platznummern nach spanischem (von mit Zahl fĂŒr die Reihe und Buchstabe fĂŒr den Platz von der Luftfahrt abgeleitet) und europĂ€ischem System. Seit dem 15. Dezember 2013 verkehren tĂ€glich drei Zugpaare nach Lyon, Marseille und Toulouse.cite-ref-80[80] Wegen der einfacheren Integration in die bestehenden Anlagen wurden die Endabschnitte der Schnellfahrstrecke MadridâSevilla mehrere Jahre mit 3 Kilovolt Gleichspannung betrieben. Deshalb wurden die TriebzĂŒge als Zweisystemfahrzeuge ausgelegt. Die fĂŒr den Betrieb in Frankreich ertĂŒchtigten Einheiten sind zusĂ€tzlich unter 1,5 kV Gleichspannung einsetzbar und damit dreisystemfĂ€hig.
AuĂereuropĂ€ische Varianten
Die US-amerikanischen Acela Express, Amtraks Hochgeschwindigkeits-NeigezĂŒge, Ă€hneln Ă€uĂerlich den TGV, basieren aber auf einem kanadischen Neigezug von Bombardier. Die AntriebsausrĂŒstung wurde von den französischen ZĂŒgen ĂŒbernommen. Die Acela wurden in den Vereinigten Staaten gebaut. 20 ZĂŒge verkehren auf der Strecke Washington, D.C. â New York City â Boston mit einer Geschwindigkeit von (abschnittsweise) maximal 240 km/h.
Nicht realisierte und eingestellte Sonderformen
FĂŒr die im Zuge des Speedrail-Projektes in Australien geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke waren neun TGV-ZĂŒge mit je acht Wagen vorgesehen. Diese sollten die 300 Kilometer lange Strecke zwischen Sydney und Canberra mit 320 km/h ohne Zwischenhalt in 81 Minuten befahren.cite-ref-eri-1998-376-81-0[81] Das Projekt wurde Mitte Dezember 2000 aufgegeben.
Im FrĂŒhjahr 2000 kĂŒndigte das Unternehmen Virgin Rail an, fĂŒr seine Bewerbung um das Zugangebot auf der East Coast Main Line 55 bis 60 HochgeschwindigkeitszĂŒge auf TGV-Basis zu beschaffen. Die als Virgins Ă grande vitesse (VGV) bezeichneten und bis zu 330 km/h schnellen ZĂŒge sollten ĂŒber London hinaus bis Paris, Amsterdam und Köln verkehren.cite-ref-eri-2000-276-82-0[82]
TGV La Poste
â
Hauptartikel
:
TGV postal
Eine Sonderstellung nahmen die gelben Post-TGV ein, die vom 1. Oktober 1984 bis zum 27. Juni 2015 in Betrieb waren. Sie waren technisch mit den TGV Sud-Est identisch, jedoch wurden die Mittelwagen als Post- statt Reisezugwagen ausgebaut. Zuletzt existierten dreieinhalb Post-TGV, die als sieben HalbzĂŒge organisiert waren. Drei VollzĂŒge (bestehend aus sechs HalbzĂŒgen) waren im Einsatz, der siebente Halbzug diente als Reserve. Damit realisierte die französische Post einen schnellen Transport der Sendungen zwischen Paris, Lyon und Marseille. Zu diesem Zweck stand bei MĂącon im Burgund und bei Cavaillon in der Provence je ein Verteilzentrum mit Gleisanschluss zur VerfĂŒgung, wo Post- und Briefsendungen per LKW angeliefert und in kleinen Rollwagen in den bereitstehenden Post-TGV umgeladen wurden. Ihre hohe Geschwindigkeit und groĂen Nutzlasten (fast 90 Tonnen gegenĂŒber rund 15 Tonnen bei einem Transportflugzeug vom Typ Transall C-160) hatte Ă€hnlich wie beim Reiseverkehr auch zu einer Reduzierung des GĂŒterverkehrs in der Luft und auf der StraĂe beigetragen. So wurden z. B. seit 1984 auf der Strecke ParisâLyon keine Transall-Maschinen mehr von der französischen Post eingesetzt, da die Post-TGV diese Strecke schneller, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher bedienten. Die Nutzung der TGV postaux wurde im Jahre 2015 eingestellt.
TGV Pendulaire
Es gab einen Prototyp eines TGV mit Neigetechnik, den TGV Pendulaire. Er entstand 1998 durch den Umbau eines herkömmlichen TGV Sud-Est. Nach zahlreichen Versuchsfahrten wurde das Projekt jedoch wieder eingestellt und der Prototyp wieder zurĂŒckgebaut. Ende 2000 hatten die SNCF den Umbau von TGV Atlantique zu TGV Pendulaire erwogen. UrsprĂŒngliche PlĂ€ne, eine neue TGV-Generation mit Neigetechnik zu beschaffen, waren bereits zuvor verworfen worden.cite-ref-eri-2000-511-10-1[10]
Geschwindigkeitsrekorde
â
Hauptartikel
:
TGV-Weltrekordfahrten am 5. Dezember 1989 und 18. Mai 1990
Am 8. Dezember 1972 erreichte der Gasturbinenzug TGV 001 eine Geschwindigkeit von 318 km/h und stellte damit einen Weltrekord fĂŒr thermisch angetriebene Eisenbahnfahrzeuge auf.
Am 26. Februar 1981 erreichte die TGV-Einheit PSE 16 auf der Schnellfahrstrecke ParisâLyon 380 km/h und brach damit den seit 1955 bestehenden, ebenfalls französischen Weltrekord von 331 km/h.cite-ref-railways-137-6-83-0[83] Die 400 km/h-Grenze wurde sodann erstmals von einem deutschen ICE ĂŒberschritten, doch bereits am 5. Dezember 1989 ĂŒbernahm der âTGV-Atlantiqueâ-Triebzug Nr. 325 mit 482,4 km/h die FĂŒhrung, um diese am 18. Mai 1990 auf 515,3 km/h auszubauen.
Auf der âLGV Est europĂ©enneâ wurden bei inoffiziellen (nicht homologierten) Rekordfahrten am 13. Februar 2007 554,2 km/h und am 20. Februar 557,4 km/h erreicht.cite-ref-84[84]
Weltrekordfahrt vom 3. April 2007
â
Hauptartikel
:
V150
Am 3. April 2007 fand auf dem nördlichen Gleis der LGV Est europĂ©enne mit dem V150 zwischen den Bahnhöfen Meuse TGV und Champagne-Ardenne TGV eine Weltrekordfahrt statt. Der speziell fĂŒr die Rekordfahrt zusammengestellte Zug erreichte eine Geschwindigkeit von 574,79 km/h.cite-ref-railways-2007-140-7-85-0[85]
Langstreckenrekord
In einer Rekordfahrt vom 26. Mai 2001 legte die RĂ©seau-Einheit 531 die 1067,2 Streckenkilometer zwischen Calais und Marseille in 3 Stunden und 29 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 306,37 km/h zurĂŒck.
ZwischenfÀlle
Die TGV gelten als ausgesprochen sicheres Verkehrsmittel. Inzwischen belĂ€uft sich die Anzahl der Toten auf 16. Von der Betriebsaufnahme im Jahr 1981 bis Oktober 2015 gab es keinen einzigen Unfall mit Todesfolge, der auf den Betrieb auf Schnellfahrstrecken (Neubaustrecken) zurĂŒckzufĂŒhren ist. Allerdings entgleisten in drei FĂ€llen einzelne Wagen, was einige leicht Verletzte zur Folge hatte. Die schwerwiegenderen UnfĂ€lle geschahen bis dahin allesamt auf bereits bestehenden Altbaustrecken, verursacht durch Kollisionen mit Fahrzeugen auf BahnĂŒbergĂ€ngen sowie in einem Fall durch einen Schienenbruch. Als Folge dieser UnfĂ€lle wurden sĂ€mtliche niveaugleichen BahnĂŒbergĂ€nge auf der Strecke ToursâBordeaux aufgehoben, weitere Altbaustrecken, auf denen TGV-ZĂŒge verkehren, sollen folgen.
Neubaustrecken
âą Am 14. Dezember 1992 entgleiste im Bahnhof MĂącon-LochĂ© TGV ein TGV von Annecy nach Paris bei einer Geschwindigkeit von 270 km/h. Nach einem vorhergehenden Nothalt blieb ein Radsatz blockiert, beim Ăberfahren einer Weiche im Bahnhof entgleiste das betroffene Drehgestell. Reisende im Zug wurden nicht verletzt, allerdings erlitten 25 Personen, die am Bahnsteig auf einen anderen TGV warteten, leichte Verletzungen durch herumfliegenden Schotter.
⹠Am 21. Dezember 1993 entgleiste ein von Valenciennes nach Paris fahrender TGV bei einer Geschwindigkeit von 294 km/h in der NÀhe von Ablaincourt-Pressoir. Die vier letzten Wagen und der Triebkopf entgleisten, wobei zwei Reisende verletzt wurden. Durch Regen hatte sich ein aus der Zeit des Ersten Weltkriegs stammender Hohlraum unter den Gleisen geöffnet, der beim Bau der Strecke unentdeckt geblieben war.cite-ref-86[86]cite-ref-87[87]
âą Am 14. November 2015 ereignete sich mit dem Eisenbahnunfall von Eckwersheim der erste Unfall mit Todesopfern (11) eines TGV auf einer Hochgeschwindigkeitsneubaustrecke, allerdings bei einer Messfahrt und damit nicht im Regelbetrieb. Bei dieser Testfahrt waren die ĂŒblichen Sicherheitssysteme teilweise abgeschaltet.cite-ref-nzz-2015-11-16-90-0[90]
âą Am 5. MĂ€rz 2020 entgleiste ein TGV, der auf dem Weg von Colmar ĂŒber StraĂburg nach Paris fuhr, in der NĂ€he der elsĂ€ssischen Gemeinde Ingenheim. Er war mit einer Geschwindigkeit von 284 km/h unterwegs, als er um 7.32 Uhr auf eine abgerutschte Böschung traf. Nach Angaben der SNCF entgleisten der fĂŒhrende Triebkopf sowie die vier ersten Wagen. Von 307 FahrgĂ€sten wurden 21 verletzt, wovon 4 in KrankenhĂ€user gebracht wurden. Darunter war der am RĂŒcken verletzte LokfĂŒhrer, der noch eine Notbremsung vollzogen hatte.cite-ref-91[91]cite-ref-92[92]cite-ref-93[93]
Altstrecken
âą Am 31. Dezember 1983 explodierte bei Tain-lâHermitage im TGV von Marseille nach Paris eine Bombe. Bei diesem Zugattentat, fĂŒr das der Terrorist Ilich RamĂrez SĂĄnchez (âCarlosâ) die Verantwortung ĂŒbernahm, gab es zwei Tote.
âą Am 28. September 1988 kollidierte ein TGV von Grenoble nach Paris bei Voiron (IsĂšre) mit einem 80-Tonnen-LKW, der auf einem BahnĂŒbergang steckengeblieben war. Die zustĂ€ndige Behörde hatte keine Erlaubnis fĂŒr die Benutzung des BahnĂŒbergangs durch den ĂŒberschweren LKW erteilt. Der LokfĂŒhrer und ein Reisender starben, 25 weitere Personen wurden verletzt.
âą Wegen eines Bremsdefekts rollte am 4. Januar 1991 ein fĂŒhrerloser Zug aus dem Depot in ChĂątillon, er wurde auf ein unbenutztes Gleis geleitet und kollidierte bei 60 km/h mit einer Autoverladerampe im Bahnhof Paris-Vaugirard. Es gab keine Verletzten, doch am vorderen Triebkopf und an den folgenden zwei Wagen entstand erheblicher Sachschaden.
âą Am 25. September 1997 kollidierte ein TGV von Paris nach DĂŒnkirchen, mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h, mit einer StraĂenwalze, die auf einem BahnĂŒbergang bei Bergues zurĂŒckgelassen worden war. Der Triebkopf ĂŒberdrehte sich und rutschte die Böschung hinab, die zwei vordersten Wagen entgleisten. Der Unfall forderte sieben Verletzte.
âą Mitte November 2002 entgleiste ein TGV Sud-Est zwischen Lyon und Grenoble, nachdem Gleise durch eine Schlammlawine verschĂŒttet worden waren; verletzt wurde niemand.cite-ref-eri-2003-30-95-0[95]
âą Am 30. Januar 2003 stieĂ ein 106 km/h schneller TGV von DĂŒnkirchen nach Paris bei Esquelbecq auf einen Lastwagen, der auf einem BahnĂŒbergang steckengeblieben war. Dabei wurde der TriebfahrzeugfĂŒhrer leicht verletzt.
âą Am 19. Dezember 2007 stieĂ ein mit rund 100 km/h fahrender TGV von Paris nach Genf nahe der Stadt Tossiat mit einem Lkw zusammen, der auf einem BahnĂŒbergang stehengeblieben war. Dabei wurde der Lkw-Fahrer getötet und 35 Insassen des TGV verletzt, darunter der LokfĂŒhrer.
TGV als Gegenstand der Verkehrspolitik
Proteste gegen den TGV
Die ersten Proteste aus UmweltschutzgrĂŒnden gegen eine französische Hochgeschwindigkeitsstrecke gab es im Mai 1990 wĂ€hrend der Planungsphase der LGV MĂ©diterranĂ©e. Demonstranten nannten die Strecke unnötig; man könne stattdessen die vorhandenen Strecken nutzen, die Lyon und Marseille verbinden.cite-ref-98[98]
Die LGV LyonâTurin, die den TGV mit dem italienischen Hochgeschwindigkeitsnetz verbinden soll, war seit 2005 Gegenstand von Protesten in Italien. WĂ€hrend sich die meisten italienischen Parteien beim Bau der Linie einig sind (Stand 2005), sind die Einwohner der Anliegergemeinden vehement dagegen. Ihre Besorgnisse beziehen sich darauf, dass beim Bau der Strecke asbest- oder uranhaltiges Ausbruchsmaterial gefördert werden könnte. Diese Gesundheitsrisiken könnten durch den Einsatz von teureren Techniken vermieden werden.
Preiswettbewerb gegenĂŒber dem Luftverkehr
Nachdem Billigfluggesellschaften auf der Verbindung nach SĂŒdfrankreich mit Preisen unter 100 Euro die variablen Angebote in den TGV-ZĂŒgen vielfach unterboten und die Fahrgastzahlen auf den entsprechenden TGV-Strecken zurĂŒckgingen, konzipierte die SNCF neue Angebote. Seit 2004 ĂŒber die Tochter iDTGV, die Sondertarife ĂŒber das Internet vertreibt und seit dem April 2013 mit dem Low-Cost-TGV âOuigoâ mit Fahrkartenpreisen ab zehn Euro fĂŒr Erwachsene und fĂŒnf Euro fĂŒr Kinder unter zwölf Jahren. Er verbindet den Bahnhof Marne-la-VallĂ©e â Chessy in der Gemeinde Chessy (östlich von Paris) ĂŒber Lyon mit SĂŒdfrankreich. Endpunkte sind die TGV-Bahnhöfe in Marseille und Montpellier.cite-ref-99[99]
Gutachten des französischen Rechnungshofes 2014
Der französische Rechnungshof (Cour des Comptes) hat am 23. Oktober 2014 ein umfangreiches kritisches Gutachten veröffentlicht.cite-ref-100[100] Wegen der politisch gewollten Anbindung von insgesamt 230 StĂ€dten an das TGV-Netz fielen hohe Investitionen von etwa 30 Millionen Euro je Schienenkilometer an. Zugleich wurden zu viele Kompromisse bei der StreckenfĂŒhrung eingegangen: Entweder die modernen Stationen entstanden fern der regionalen Zentren mit negativen Konsequenzen fĂŒr die Auslastung, oder der TGV wurde (wie zum groĂen Teil der deutsche ICE) auf das klassische Schienennetz umgeleitet. Immerhin 40 Prozent der ZĂŒge fahren laut Rechnungshof nicht mit der Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. So wuchs die Konkurrenz von Flugzeug, Bus und Mitfahrgelegenheiten. Durch die geringe Auslastung sank die Rendite erheblich.cite-ref-101[101]cite-ref-102[102]
Trivia
âą In dem 1983 gedrehten französischen Spielfilm Der AuĂenseiter (Le Marginal) von dem Regisseur Jacques Deray wird im Intro eine Fahrt von Jean-Paul Belmondo mit dem TGV von Paris nach Marseille zwei Minuten lang gezeigt. Die Fahrt wurde auf einer erst kurze Zeit zuvor fĂŒr den TGV gebauten Hochgeschwindigkeitsstrecke absolviert.
⹠Im 2007 veröffentlichten Roadmovie Mr. Bean macht Ferien unternimmt Rowan Atkinson als Mr. Bean eine Reise im TGV von Paris nach Cannes. Die Zugfahrt endet jedoch nach einem weiteren Zwischenstopp in Avignon.
Literatur
âą Philippe Lorin: TGV. Der schnellste Zug der Welt. FĂŒssli, ZĂŒrich 1985 (2. Aufl.), ISBN 3-280-01482-4.
âą Jochen Krenz: Reisetempo 300. TGV-Frankreichs Superzug. In: LOK MAGAZIN. GeraNova, MĂŒnchen 39.2000,228, ISSN 0458-1822, S. 60â65.
⹠Jean Tricoire, Claude Soulié: Le grand livre du TGV. La vie du rail, Paris 2002, ISBN 2-915034-01-X.
âą Ăric Cinotti, Jean-Baptiste Treboul: Les TGV europĂ©ens. PUF, Paris 2000, ISBN 2-13-050565-1.
âą Brian Perren: TGV Handbook. Capital Transport, London 1998, ISBN 1-85414-195-3.
âą AndrĂ© Papazian: Alles ĂŒber den TGV. Transpress, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-613-71324-6, Inhaltsverzeichnis online.
Weblinks
âą WebprĂ€senz Mon espace TGV INOUI â Plattform zur Verwaltung des Benutzerkontos
âą WebprĂ€senz SNCF Connect â Plattform zum Erwerb von Fahrkarten
âą Plasser & Theurer: TGV Weltrekord 1955: Die Gleise danach auf YouTube, 4. Februar 2022 (Die historische Leistung von Plasser & Theurer, die seit 1953 immer wieder zu technologischen Meilensteinen im Bau und in der Instandhaltung von Bahngleisen fĂŒhrte, wurde regelmĂ€Ăig mit der Kamera festgehalten.).
Einzelnachweise
cite-note-11. â Auskunft zur Unionsmarkennummer 007305246 fĂŒr TGV im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)
cite-note-21. Pepy, G.: 25 Years of the TGV. Modern Railways 10/2006, S. 67â74
cite-note-32. Two billion passengers have travelled on TGV (Memento vom 24. Juni 2013 im Internet Archive) auf uic.org
cite-note-43. 2017, une "annĂ©e record" pour la SNCF selon son PDG. In: bfmtv.co. BFM TV, 9. Januar 2018, abgerufen am 28. August 2023 (französisch): âla frĂ©quentation a progressĂ© de 10% dans les TGV (+10 millions de voyageurs Ă 110 millions, grĂące notamment au service Ă petits prix OuiGo et Ă l'accĂ©lĂ©ration des trajets vers l'Aquitaine et la Bretagne)â
cite-note-55. â Fritz Stöckl: Die Eisenbahnen der Erde II â Frankreich. Ployer, Wien 1961.
cite-note-etr-1988-88-66. â TGV-Atlantik. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 37.1988, Nr. 37, S. 88, ISSN 0013-2845
cite-note-77. â Sophie Weber: Cooper chez les cheminots. In: dna.fr. DerniĂšres Nouvelles dâAlsace, 23. Dezember 2015, abgerufen am 20. Dezember 2025 (französisch).
cite-note-88. â Thomas Drouart: Cette voiture a servi dâinspiration au TGV ! In: pdlv.fr. 18. September 2009, abgerufen am 20. Dezember 2025 (französisch).
cite-note-99. â VW-Porsche 914/6 MurĂšne. In: gazoline.net. 29. Juni 2013, abgerufen am 20. Dezember 2025 (französisch).
cite-note-eri-2000-511-1010. Meldung Mehr TGV Duplex. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2000, ISSN 1421-2811, S. 511 f.
cite-note-welt-2007-04-22-1212. â SchnellzĂŒge hĂ€ngen Flugzeuge ab in Welt online vom 22. April 2007
cite-note-tgv-canada-1313. â GEC Alsthom, Bombardier (Hrsg.): TGV Canada. (WerbebroschĂŒre, ca. 1991).
cite-note-eri-2000-350-1414. â Theo Stolz: TGV auf nicht elektrifizierten Strecken. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8â9/2000, ISSN 1421-2811, S. 350 f.
cite-note-1515. â DĂ©cembre 2004 : arrĂȘt de l'exploitation des TGV tractĂ©s Paris Les Sables d'Olonne auf au-fil-des-rails.net, abgerufen am 24. September 2015
cite-note-eri-2004-26-1616. â Meldung Eine Milliarde TGV-Reisende. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 1/2004, ISSN 1421-2811, S. 26.
cite-note-eri-2004-127-1717. â Meldung Internet auch im TGV. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2004, ISSN 1421-2811, S. 127.
cite-note-uic-hgv-lines-1818. â HIGH SPEED LINES IN THE WORLD 2021. (PDF; 688 kB) Internationaler Eisenbahnverband, 1. September 2022, abgerufen am 10. April 2023 (englisch).
cite-note-1919. â LGV Est phase 2 opening completes Paris-Strasbourg high Speed line (Memento vom 5. Juli 2016 im Internet Archive) in: Railway Gazette International
cite-note-2020. â BRETAGNE â PAYS DE LA LOIRE
cite-note-db-report-72-83-2121. â Hans Kalb: Der spurgebundene Verkehr der Zukunft. In: Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): DB Report 72. Hestra-Verlag, Darmstadt 1972, ISBN 3-7771-0119-2, S. 83â89.
cite-note-2222. â Beginn der Bauarbeiten fĂŒr die 2. Phase der LGV Est europĂ©enne, 24. November 2010 (französisch) (Memento vom 17. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 128 KB)
cite-note-2323. â Joachim Röderer: Freiburg: Bahnverkehr: Premiere am Hauptbahnhof: So ist der TGV nach Paris gestartet, Badische Zeitung, 26. August 2013, abgerufen am 18. Oktober 2013
cite-note-2424. â TGV Offenburg â Paris CDG nicht ĂŒber DB buchbar â ICE-Treff. Abgerufen am 29. April 2023.
cite-note-gazette-30apr21-2626. â Castex agrees to fund Bordeaux â Toulouse high speed line, Artikel von Railway Gazette vom 30. April 2021
cite-note-2727. â Commission ParticuliĂšre du dĂ©bat public sur le projet ferroviaire Bordeaux â Espagne (Memento vom 15. Dezember 2007 im Internet Archive)
cite-note-2828. â Iker Rioja Andueza: Los presupuestos del Estado retrasan la 'Y vasca' a 2027 y siguen contemplando la conexiĂłn con Pamplona por Vitoria. ElDiario.es, 6. Oktober 2022, abgerufen am 10. Mai 2024 (spanisch)
cite-note-2929. â Baptiste Bize: Le rapport Delebarre enterre la LGV Poitiers-Limoges. La Nouvelle RĂ©publique, 28. Juli 2017, abgerufen am 23. August 2021 (französisch).
cite-note-3131. â Ligne nouvelle Provence-CĂŽte d'Azur (LNPCA), anciennement "LGV PACA". In: debatpublic.fr. Commission nationale du dĂ©bat public, 2021, abgerufen am 23. August 2021 (französisch).
cite-note-3232. â Emma Steven: La ligne Ă grande vitesse Belfort-Mulhouse repoussĂ©e au moins Ă 2033. In: francebleu.fr. 3. MĂ€rz 2023, abgerufen am 10. April 2023 (französisch).
cite-note-3333. â Lyon-Turin: le tunnel avance, les nouvelles voies ferrĂ©es se font attendre cĂŽtĂ© français. In: Le Point. 19. Januar 2023, abgerufen am 11. April 2023 (französisch).
cite-note-3434. â LGV-Technik & Signalisation (Memento vom 23. Oktober 2008 im Internet Archive) in TGV & Highspeed Fanpage
cite-note-354. TGV-POS-ZĂŒge auf der LGV-Est bei hochgeschwindigkeitszuege.com, abgerufen am 4. Juni 2021
cite-note-365. Philippe Bertrand: La SNCF boucle lâachat de 40 nouvelles rames de TGV. Les Echos, 25. Juli 2013, abgerufen am 10. September 2018 (französisch).
cite-note-lm4-16-3737. â Mit 300 km/h in: Lok Magazin 4/2016, S. 62 ff.
cite-note-3838. â ParisâStrasbourg en 1 h 50 dâici Ă 2016. lefigaro.fr, 2. September 2009, abgerufen am 12. Januar 2016.
cite-note-3939. â Thalys PBKA fĂŒr den internationalen Einsatz. In: hochgeschwindigkeitszuege.com. Andre Werske, abgerufen am 22. Januar 2014.
cite-note-4040. â Fiche technique TGV PBKA. Florent Brisou, abgerufen am 22. Januar 2014 (französisch).
cite-note-spiegel-1981-40-270-4343. â Flug auf Schienen. Der Spiegel, Heft 40, 1981, S. 270, 272
cite-note-eri-1998-18-4444. â Erster Dreistrom-TGV renoviert. In: Eisenbahn-Revue International, Ausgabe 1/2, 1998, ISSN 1421-2811, S. 18 f.
cite-note-eri-2001-354-4545. â Brian Perren: TGV-Flottenpolitik. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8â9/2001, ISSN 1421-2811, S. 354.
cite-note-eri-1998-492-4646. â Meldung Modernisierung der TGV SE. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/1998, ISSN 1421-2811, S. 492.
cite-note-etr-1984-661-4747. â Meldung Ausweitung des TGV-Netzes. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 33.1984, Heft 9, S. 661 ISSN 0013-2845.
cite-note-ek-2020-4-31-4848. â AuĂerbetriebnahme der TGV-PSE. In: Eisenbahn-Kurier. Nr. 571, April 2020, ISSN 0170-5288, S. 31.
cite-note-eri-2020-205-4949. â Historischer TGV auf Abschiedstour. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 4, April 2020, ISSN 1421-2811, S. 205.
cite-note-5050. â Erster TGV im Ruhestand in: Lok Magazin 5/2020, S. 35.
cite-note-ice-facts-92-25-5353. â Verband der Bahnindustrie e. V. (Hrsg.): ICE: InterCityExpress â Facts and Aspects, Frankfurt, 2. Auflage, Dezember 1992, S. 25.
cite-note-eri-2005-537-5454. â Meldung Neue Inneneinrichtung fĂŒr TGV. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2005, S. 537.
cite-note-eri-2001-310-5555. â Von der Nordsee zum Mittelmeer: 1067,2 km in dreieinhalb Stunden. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/2001, ISSN 1421-2811, S. 310â312.
cite-note-eri-2003-125-5656. â Meldung Neue TGV-Triebköpfe. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2003, ISSN 1421-2811, S. 125.
cite-note-eri-2016-32-5757. â SNCF legt TGV RĂ©seau still. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 1, 2016, ISSN 1421-2811, S. 32.
cite-note-eri-2004-368-5858. â Meldung Erste TGV-POS-Triebköpfe. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8â9/2004, ISSN 1421-2811, S. 368 f.
cite-note-eri-2004-460-5959. â Meldung TGV POS in Tschechien. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2004, ISSN 1421-2811, S. 460.
cite-note-voraus-2006-03-6060. â Zulassungsfahrten des TGV-POS in Deutschland. In: VORAUS. Zeitschrift der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer. Frankfurt, M 2006,3 (MĂ€rz), S. 25 ISSN 1438-0099
cite-note-eri-2006-80-6161. â Meldung TGV POS in Deutschland. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 2/2006, ISSN 1421-2811, S. 80.
cite-note-6262. â Knallerbsten fĂŒrs Gleis. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 20. Mai 2007, S. 28.
cite-note-eri-2005-472-6464. â ICE-3-Zulassung in Frankreich vor dem Abschluss. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10/2005, S. 472 f.
cite-note-adfc-2007-12-06-6666. â Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.: Neuer Fahrplan, weniger Fahrradmitnahme (Memento vom 13. Dezember 2007 im Internet Archive). Presseinformation vom 6. Dezember 2007.
cite-note-eb-106-26-6767. â Elektrischer Betrieb bei der Deutschen Bahn im Jahre 2007. In: Elektrische Bahnen, Jahrgang 106 (2008), Heft 1â2, S. 26.
cite-note-db-2009-03-18-6868. â Deutsche Bahn AG: TGV in Doppeltraktion auf deutschem Netz unterwegs. Presseinformation vom 18. MĂ€rz 2009
cite-note-7070. â Der erste TGV Lyria-Zug rollte am Montag dem 27. August 2012 um 11:44 Uhr in Lausanne ein. In: Bahnonline.ch. 24. August 2012, abgerufen am 17. Oktober 2018.
cite-note-lepoint-7171. â Les trains franco-suisses dĂ©clarent la guerre Ă l'aĂ©rien, 25. September 2012, auf lepoint.fr
cite-note-7272. â KĂŒnftig im Doppelstock-TGV nach Paris rollen. swissinfo.ch, 7. Mai 2019
cite-note-7373. â Du mouvement chez Lyria. In: ThĂ©o On Tracks. 25. August 2019, abgerufen am 28. April 2024 (französisch, ĂŒbersetztes Zitat: âZum Betriebswechsel im Dezember 2019 kehrten die POS-ZĂŒge in den TGV-Fuhrpark (inzwischen TGV INOUI) zurĂŒck, um die letzten TGV PSE-ZĂŒge zu ersetzen, die ausgemustert worden waren.â).
cite-note-7474. â TGV POS travel guide, ShowMeTheJourney. Abgerufen am 9. Mai 2024.
cite-note-7575. â La SNCF dĂ©voile lâintĂ©rieur de son futur TGV qui sera dĂ©ployĂ© dĂ©but 2026. In: France TĂ©lĂ©visions. 11. MĂ€rz 2025, abgerufen am 12. MĂ€rz 2025 (französisch).
cite-note-7676. â Modulable, recyclable et 100 % connectĂ© : dĂ©vouvrez le TGV M. In: sncf.com. SociĂ©tĂ© nationale des chemins de fer français, 17. Juni 2021, abgerufen am 3. Oktober 2022 (französisch).
cite-note-7777. â content-static.eurostar.com
cite-note-7878. â Richard Clinnick: Eurostar e300 refurbishment. In: Rail Magazine. 30. November 2019, abgerufen am 24. Juni 2021 (englisch).
cite-note-8080. â Pressemitteilung SNCF: RENFE-SNCF en coopĂ©ration auf sncf.com, abgerufen am 30. November 2013
cite-note-eri-1998-376-8181. â Meldung TGV fĂŒr Australien. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 9, 1998, ISSN 1421-2811, S. 376
cite-note-eri-2000-276-8282. â Meldung Virgins Ă Grande Vitesse. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 6/2000, ISSN 1421-2811, S. 276.
cite-note-8686. â Tobias Schmidt: TGV â Ă€lter und trotzdem sicherer. stern.de, 3. Juni 2008
cite-note-8787. â Rapport dâenquĂȘte technique sur le dĂ©raillement dâun TGV sur la ligne Ă grande vitesse Est europĂ©enne le 5 mars 2020 Ă Ingenheim, Bureau dâenquĂȘtes sur les accidents de transport terrestre, 28. Januar 2022 (französisch)
cite-note-8888. â Eurostar train derails in France. news.bbc.co.uk, 5. Juni 2000
cite-note-8989. â Rapport dâenquĂȘte technique sur le dĂ©raillement dâun TGV sur la ligne Ă grande vitesse Est europĂ©enne le 5 mars 2020 Ă Ingenheim, Bureau dâenquĂȘtes sur les accidents de transport terrestre, 28. Januar 2022 (französisch)
cite-note-nzz-2015-11-16-9090. â Unfall verzögert Eröffnung des TGV Est. In: Neue ZĂŒrcher Zeitung. 16. November 2015, abgerufen am 31. Mai 2019.
cite-note-9191. â Zahlreiche Verletzte bei TGV-Unfall im Elsass. Stuttgarter Nachrichten, 5. MĂ€rz 2020
cite-note-9292. â Accident de TGV en Alsace : nouveau bilan de 22 blessĂ©s, ce que lâon sait. actu.fr, 5. MĂ€rz 2020 (französisch)
cite-note-9393. â Rapport dâenquĂȘte technique sur le dĂ©raillement dâun TGV sur la ligne Ă grande vitesse Est europĂ©enne le 5 mars 2020 Ă Ingenheim, Bureau dâenquĂȘtes sur les accidents de transport terrestre, 28. Januar 2022 (französisch)
cite-note-eri-2001-556-9494. â Meldung Erstmals TGV umgestĂŒrzt. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 12/2001, S. 556.
cite-note-eri-2003-30-9595. â Meldung TGV in Schlammlawine. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 1/2003, S. 30.
cite-note-9797. â midilibre.fr
cite-note-9999. â Frankreich: TGV Ouigo â Billigflieger auf Schienen, eurailpress.de, 20. Februar 2013.
cite-note-100100. â La grande vitesse ferroviaire : un modĂšle portĂ© au-delĂ de sa pertinence (Memento vom 31. Oktober 2014 im Internet Archive) (Ăbersicht), Volltext (Memento vom 3. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) (PDF, 173 S.)
cite-note-101101. â spiegel.de: Frankreichs Prestigebahn TGV: Mit 320 km/h in die roten Zahlen
cite-note-102102. â slate.fr vom 30. Oktober 2014: Victime de son succĂšs, le TGV est Ă bout de souffle
cite-note-103103. â Gesehen im Juni 2012, ggf. kann das relativ schlechte Foto eingestellt werden./die 44pinguine